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FCS-Frauen: Hauptsache in der Bundesliga bleiben

Die FCS-Frauen müssen wieder alle Kräfte mobilisieren.

Die FCS-Frauen müssen wieder alle Kräfte mobilisieren.

Nach dem Ligaverbleib in der vergangenen Saison hat sich der 1. FC Saarbrücken auch diesmal das Ziel gesetzt, in der Frauen-Bundesliga zu bleiben. Das Duo Nagel und Fröhlich soll es in Kombination mit der Mannschaft möglich machen.

Saarbrücken. Aus dem Einzelkämpfer ist ein Duo geworden. Stephan Fröhlich, Trainer der Bundesliga-Frauen des 1. FC Saarbrücken, hat nach dem Weggang von Denise Gorges als Team-Managerin mit Jens Nagel wieder jemanden an seiner Seite, der ihn unterstützt. Zu tun gibt es vor dem Saisonstart in die Frauen-Bundesliga beim FF USV Jena (Sonntag, 15. August, 14 Uhr) wahrlich genug.

Nagel neuer Team-Manager
Da passt es, dass Nagel, der vor vier Wochen beim FCS anheuerte, bereits beim 1. FFC Frankfurt an Fröhlichs Seite arbeitete. Der Frankfurter hat Vertrag für ein Jahr und versteht sich mit Fröhlich blendend, wie sie beim Besuch in der SZ-Sportredaktion demonstrierten. Nagel weiß, was an Arbeit auf ihn zukommt. „Ich bin für alles verantwortlich“, sagt Nagel, „wenn Fehler passieren, muss niemand anderes als ich dafür geradestehen.“

Fröhlich ist über die Entlastung mehr als froh, das gibt er unumwunden zu. „Ich konnte mich nicht ausreichend ums Sportliche kümmern, weil ich zu viel Substanz an anderen Baustellen gelassen habe“, erzählt Fröhlich, „und ich will nicht der Felix Magath des 1. FC Saarbrücken sein“. Damit sich Fröhlich in Zukunft rein auf das Sportliche konzentrieren kann, muss Unterstützung her.  Das weiß auch FCS-Präsident Horst Hinschberger, der Fröhlich lobt: „Er ist der beste Mann für diese Position. Er hat durch seine Situation viel lernen müssen und hat trotzdem alles positiv angenommen.“

In den letzten Wochen geisterte oft der Begriff „Ausgliederung“ herum. Vorbild für eine Art „Verselbstständigung“ der Frauenfußballerinnen könnten die Tischtennisspieler des FCS sein – eine selbstständige Abteilung „unter dem Dach der starken Marke FCS“, wie Hinschberger es formuliert. Dass das aber nicht genügt, ist ihm klar: „Wenn unsere Frauen in der Bundesliga bleiben sollen, müssen mehr Leute dahinterstehen.“ Kritikern des Frauenfußballs, wie es sie beim FCS so wie in jedem Verein gibt, entgegnet Hinschberger: „Es wird nichts bei den Frauen auf Kosten der Männer geschehen.“

Suche nach Trainingsplatz schwierig

Zurück zu den Baustellen. Die Suche nach Trainingsplätzen ist da nur ein Beispiel. Aber eines, das gut deutlich macht, dass es viel zu tun gibt. „Bis zwei Tage vor Trainingsstart hatten wir keinen Trainingsplatz“, erzählt Fröhlich, „aber auch ein Bundesligist braucht ein Zuhause.“ Die Vorbereitung absolvierte die Mannschaft in Dudweiler, ist jetzt wieder im Stadion am Kieselhumes, wo sie ihre Heimspiele bestreiten wird. Mit dem SV Saar 05 Jugend, der auch auf dem Kieselhumes zuhause ist, würde der FCS ohne Probleme kooperieren, wenn es darum geht, einen noch zu bauenden Kunstrasenplatz gemeinsam zu nutzen.

Zum Sportlichen. „Die Mannschaft hat in der Vorbereitung gut gearbeitet und ist weiter als zum gleichen Zeitpunkt in der vergangenen Saison“, lobt Fröhlich. Die positiv wie negativ extremen Testspielergebnisse (Beispiele: 11:0 gegen FFC Frankfurt II, 0:8 gegen Bad Neuenahr) bewertet der Trainer nicht über.

Kader gut aufgestellt
Fröhlich wünscht sich noch eine „gestandene Spielerin“, ist aber schon mal stolz auf seinen Kader. Mit Romina Holz stehe „eine der vier besten Torfrauen Deutschlands“ zwischen den Pfosten. Zudem stehen mit Madita Giehl, Saskia Toporski, Elisabeth Scherzberg und Jacqueline De Backer vier U16-Nationalspielerinnen im Aufgebot. Auch die Zwei-Jahres-Verträge für diese Spielerinnen sowie Leistungsträgerin Sif Atladottir (Fröhlich: „Sie ist ein absoluter Star“) sind positive Aspekte. 

Für ein Jahr unterschrieben hat auch Talent Nina Rauch. Auf die 17-Jährige, die sich aus der zweiten Mannnschaft nach oben gearbeitet hat, hält Fröhlich große Stücke. Zudem wird der FCS die US-Amerikanerin Danielle Sweeney aller Voraussicht nach verpflichten.

"Herkules-Aufgabe"

Die kommende Saison, die für den FCS in der ersten Runde des DFB-Pokals mit einem 5:0-Sieg bei Regionalligist Wacker München am Sonntag einen ordentlichen Auftakt nahm, ist für Stephan Fröhlich eine schwierige. „Vergangenes Jahr war es ein Himmelfahrts-Kommando, in diesem Jahr ist es eine Herkules-Aufgabe“, sagt der Trainer.

Die Liga sei in der Saison der WM in Deutschland stärker geworden und teile sich in zwei Sechsergruppen, wobei eine um die Meisterschaft und die andere um den Abstieg spielen wird. Die Aufsteiger Bayer Leverkusen und Herford, der Hamburger SV, die SG Essen-Schönebeck und Auftaktgegner FF USV Jena dürften die Konkurrenten im Kampf um den Klassenverbleib sein.








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