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FCS-KSC: Hunderte Polizisten im Einsatz

Ganze Straßenzüge musste die Polizei am Samstag sichern, damit die gewaltbereiten Fans der beiden Mannschaften nicht aufeinandertreffen konnten.

Ganze Straßenzüge musste die Polizei am Samstag sichern, damit die gewaltbereiten Fans der beiden Mannschaften nicht aufeinandertreffen konnten.



Saarbrücken. „Jetzt sind sie im Zug, dann wirdder Einsatz bald beendet sein“, sagt Polizei-Einsatzleiter Udo Schneider, nachdem die Fans des Karlsruher SC in ihren Sonderzug eingestiegen sind, zu Innenstaatssekretär Georg Jungmann (CDU). Jungmann hatte den ganzen Tag bei der Polizei verbracht, um den Einsatz aus Sicht der Beamten zu erleben und war beeindruckt.

Das Drittligaspiel gegen Karlsruhe sorgte am Samstag (23. Februar 2013) für Ausnahmezustand in der Stadt. Rund 600 Polizisten waren im Einsatz. Wagenkolonnen von Einsatzhundertschaften der Polizei aus dem Saarland und aus Rheinland-Pfalz sowie der Bundespolizei fuhren mit Blaulicht hin und her, schwer gerüstete Beamte mit Helmen und Stöcken bildeten Absperrungen zwischen den Fanlagern. Passanten fragten beunruhigt nach, was denn passiert sei, Saarbahnen und Busse mussten den Verkehr unterbrechen, es gab Staus und Sperrungen, die Verkehrsbehinderungen waren enorm.

Die Fans aus Karlsruhe waren mit stattlichem Aufgebot angereist – allein 850 Karlsruher Fans kamen mit der Bahn – und hatten sich die Landeshauptstadt zudem für das wohl traditionelle Jahrestreffen der aktiven und ehemaligen KSC-Hooligans ausgesucht. Die Polizei war entsprechend vorsichtig, zumal es schon am Vormittag zu einem Fan-Scharmützel im Nauwieser Viertel gekommen war.

Karlsruher Fans waren vor einer Gaststätte unter anderem mit Eisenstangen und Leuchtspurgeschossen massiv angegriffen worden. Die Saarbrücker Polizei griff sofort ein und konnte weitere Ausschreitungen unterbinden. Auf dem Rodenhof wurden ebenfalls Karlsruher Fans angegriffen, die Täter aber festgenommen.

In einem anderen Fall seien mehrere Karlsruher von laut Polizei rund 20 Angreifern attackiert worden, um Fan-Schals zu rauben. Zwei KSC-Anhänger wurden laut Polizei verletzt.



Die Sicherheitskräfte waren gut gerüstet. Polizei und Feuerwehr standen bereit, das DRK hatte 40 Sanitäter ganztags in den Polizeieinsatz eingebunden und eigens zwei Notärzte verpflichtet. Zur Unterstützung waren Helfer aus Saarburg und Contwig angereist, wie DRK-Einsatzleiter Markus Litz mitteilte. Er sprach trotz allem von einem "ruhigen Einsatz", was er auf das Sicherheitsaufgebot der Polizei zurückführt.

Die Fanlager wurden mit großem Aufwand voneinander getrennt. Nicht nur im Stadion hielt man sie auf Distanz, auch außerhalb achtete die Polizei darauf, dass es gar nicht erst zum großen Zusammenstoß kommen konnte.

Mit einer Wagenburg und Absperrgittern hielt sie die KSC-Fans im Zaum und drängte gleichzeitig die Saarbrücker Fans durch Einsatzhundertschaften Richtung Innenstadt so weit ab, dass man die Gäste aus Karlsruhe im Pulk zum Bahnhof geleiten konnte.

Der Einsatz, dessen Kosten sechsstellig sein dürften, hat folgende Bilanz: zwölf Strafverfahren, u.a. wegen Raub, Sachbeschädigung, Körperverletzung sowie Landfriedensbruch. In 46 Fällen wurden die Personalien von Beteiligten festgestellt. Auch in diesen Fällen werden weitere rechtliche Schritte geprüft.

Von den rund 600 Einsatzkräften der Polizei wurden zwei Polizeibeamte leicht verletzt. Das DRK versorgte sieben Patienten, drei mussten in die Klinik, was aber nichts mit Fanrandale zu tun hatte, so DRK-Einsatzleiter Markus Litz.

Das Spiel des 1. FCS gegen den Karlsruher SC war bereits im Vorfeld als brisant eingestuft worden. Die Rivalität der Fangruppen stets deutlich zu spüren. So viele aufgepeitschte Gefühle - und doch ging das Spiel torlos aus.

Hier die Bilanz:

1. FC Saarbrücken - Karlsruher SC 0:0 (23. Februar 2013)

Aus Saarbrücken waren dabei:
Fernandez - Schneider (68. Ziemer), Knipping, Lerandy, Stegerer - Maek, Eggert - Stiefler, Sven Sökler, Bach - Özbek (80. Marius Laux).
Trainer: Jürgen Luginger

Aus Karlsruhe spielten: Orlishausen - Klingmann, Gordon, Mauersberger, Akpoguma - Peitz, Varnhagen - Calhanoglu (83. Dulleck), Alibaz - Hennings, van der Biezen (65. Soriano).
Trainer: Markus Kauczinski

Gelbe Karten: Knipping - Klingmann, Dulleck (als Ersatzspieler)

Schiedsrichter: Thorben Siewer (Drolshagen)

Es waren 5.130 Zuschauer gekommen, um das Spiel zu sehen.






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