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FCS-Kapitän Marc Lerandy übt nach Niederlage Selbstkritik

Der Mannschaftskapitän des FCS ist unzufrieden mit sich selbst.

Der Mannschaftskapitän des FCS ist unzufrieden mit sich selbst.

Die 1:5-Niederlage bei Holstein Kiel vor gut zwei Wochen war das 150. Liga-Spiel von Marc Lerandy für den 1. FC Saarbrücken. Kein Jubiläum, an das man sich gerne erinnert. Wegen seiner durchwachsenen Leistung musste sich Kapitän Lerandy den 3:1-Pokaltriumph des Fußball-Drittligisten eine Woche später über Werder Bremen von der Ersatzbank anschauen. Das tat weh. „Aber ich bin schon lange hier, fühle mich als richtiger Saarbrücker. Wenn wir gewinnen, freue ich mich für die Mannschaft, den Verein, die Fans, die Stadt“, sagt Lerandy, „als Kapitän hat man ja nicht nur Aufgaben auf dem Platz. Ich sorge jetzt von außen dafür, dass der Druck hoch bleibt, dass wir weitermachen, wo wir gegen Bremen aufgehört haben.“

Das hat zumindest ergebnistechnisch beim 2:0 gegen Elversberg geklappt. Doch auch beim ersten Saisonsieg des FCS am vergangenen Samstag saß Lerandy auf der Bank, musste mit ansehen, wie in der Schlussphase Pascal Pellowski als Defensiver eingewechselt wurde. „Marc ist unser Kapitän, an ihm ziehen wir uns alle hoch“, betont Stürmer Marcel Ziemer. Ziemer ist der beste Freund Lerandys, auf und neben dem Platz. „Unser Ehepaar“, witzeln die Teamkollegen manchmal. Ziemer weiß genau, wie Lerandy tickt. „Er ist mental brutal stark“, sagt Ziemer, „er wird da wieder rauskommen. Denn wir brauchen ihn.“

Der mittlerweile 31-jährige Lerandy ist lange genug im Geschäft, um seine Leistung einzuschätzen, aber auch, um mit der massiven – zum Teil auch sehr persönlichen – Kritik an seiner Person umzugehen. „Ich habe eine Frau und zwei Kinder. Da habe ich neben meinem Job genug zu tun“, sagt der Kapitän, „ich lese nicht, was irgendwo über mich geschrieben wird. Ich habe meine eigenen, hohen Ansprüche und die Kritik des Trainers. Beides ist für mich maßgeblich. Und nur das.“

Lerandy wirkt aufgeräumt und selbstkritisch: „Natürlich bin ich unzufrieden. Es wäre schlimm, wenn es nicht so wäre“, sagt Lerandy, der zugibt, dass ihm die Pause gut getan hat: „Ich habe jetzt auch wieder ein bisschen den Kopf frei bekommen.“ Der FCS-Kapitän, dessen Vertrag zum Saisonende ausläuft, will und wird nicht kampflos von Bord gehen. Dass dies keine leeren Worte sind, bekam Serkan Göcer vergangene Woche im Training zu spüren.

Nach einem heftigen Einsteigen Lerandys musste der Mittelfeldmann kurz an der Schulter behandelt werden, konnte aber trotz der Blessur gegen die SVE auflaufen. „Es geht hier nach Leistung“, betont FCS-Trainer Jürgen Luginger. Da scheinen Tim Knipping und Nils Fischer in der Innenverteidigung derzeit die Nase vorne zu haben. „Die derzeitige Situation ist eine Momentaufnahme. Ich will wieder in die Startelf“, sagt Lerandy, „dafür werde ich mich in jedem Training anbieten.“

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