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FCS: Kehrt Ziemer am Samstag gegen Duisburg zurück ins Team?

Der FCS soll am Samstag (19.10.2013) beim MSV Duisburg wieder Punkte einfahren.

Der FCS soll am Samstag (19.10.2013) beim MSV Duisburg wieder Punkte einfahren.

Heute wird Fußball- Lehrer Milan Sasic 55 Jahre alt. Seinen Geburtstag feiert der Trainer des Fußball-Drittligisten 1. FC Saarbrücken natürlich auf dem Trainingsplatz. „Wir haben einen Beruf, da zählen keine Feiertage, da zählt nur die Konzentration auf die nächste Aufgabe. Ich werde mein Telefon ausschalten“, sagt Sasic und erzählt von seiner Silberhochzeit: „An dem Tag hatten wir zwei Trainingseinheiten. Ich bin erst abends spät nach Hause gekommen. Da mussten die Freunde halt etwas warten.“

Am Samstag (19.10.2013) hat Sasic hoffentlich wieder einen Grund zu feiern. Und das nicht nur, weil er mit dem FCS zu seinem alten Arbeitgeber MSV Duisburg zurückkehrt. Von November 2009 bis Oktober 2011 war der Kroate Cheftrainer der Zebras. „Das ist Vergangenheit. Heute bin ich Saarbrücker. Natürlich kenne ich noch einige Leute und die MSV-Fans wissen, dass ich alles für den Verein gegeben habe. Aber heute bin ich hier und gebe alles für den FCS“, sagt Sasic. Wie ernst er das meint, musste sich seine Mannschaft schon zu Beginn der Trainingswoche anhören. So laut, dass man es bis auf die Tribüne des FC-Sportfeldes hören konnte, schwor der Trainer seine Spieler ein: „Es gibt keine Freunde auf dem Platz. Nur Gegner. Wir sind da noch zu brav. Die anderen können nicht meine Freunde sein, weil sie wollen, was wir wollen. Die Punkte.“ Doch Sasic ist auch Psychologe, will in der sportlich schwierigen Situation des Tabellenvorletzten nicht noch zusätzlichen Druck auf die Mannschaft ausüben. Darum sagt er: „Es gibt bei uns das Wort ,müssen’ nicht. Für uns ist das Wort ,wollen’ sehr viel wichtiger.“

Einer, der seinen Teil zum Erfolg an der Wedau beitragen will, ist Marcel Ziemer. Ob der Stürmer ins Team zurückkehren kann, lässt Sasic offen. „Es ist ein Unterschied, was man sich wünscht und wie groß das Risiko ist. Marcel hat in den letzten Wochen sehr gut gearbeitet.“ Ziemer hat in den letzten Tagen voll trainiert und ist froh, dass eine Rückkehr in den Kader zumindest immer näher rückt. „Im Endeffekt entscheidet der Trainer, aber ich bin überzeugt, dass ich anfangen kann“, sagt Ziemer, der fast acht Wochen wegen eines Muskelfaserrisses in der Wade fehlte. „Ich konnte nicht vernünftig gehen. Aber viel schlimmer war, dass ich der Mannschaft nicht helfen konnte. Ich habe gelitten wie ein Hund.“

Verbissen schuftete Ziemer an seinem Comeback, durfte aber lange Zeit nur im Ausdauerbereich arbeiten. „Ich wollte vor drei Wochen schon einsteigen. Aber der Trainer hat mich gebremst – und das war auch gut so“, sagt Ziemer, „heute könnte ich jeden Ausdauerlauf gewinnen. Nur die kurzen Sachen tun noch weh. Aber ich bin ein Spieler, der viel über den Kopf und den Willen macht.“ Unter der Woche wurde mit Vito Plut ein weiterer Stürmer verpflichtet, doch nach dem Ausfall von Thomas Rathgeber (Sehnenreizung) und Maurice Deville (muskuläre Probleme) herrscht im FCSAngriff kein Überangebot. Und Marcel Ziemer hat seine außerordentlichen Fähigkeiten schon oft unter Beweis gestellt. „Ich hoffe, ich kann der Mannschaft helfen. Aber ich bin nicht wichtig“, so Ziemer, „wichtig ist, dass wir uns alle den Hintern aufreißen“.
 

HINTERGRUND

Der Termin für das nächste Spiel des 1. FC Saarbrücken im Saarlandpokal steht fest: Gegner und Gastgeber ist Fußball- Landesligist Spvgg. Quierschied. Am Dienstag, 29. Oktober, steigt das Spiel der fünften Runde am Quierschieder Sportplatz am Franzenhaus. Anstoß ist um 19 Uhr, Einlass ist ab 17 Uhr. Gespielt wird auf dem Kunstrasenplatz der Quierschieder. Parkplätze sind im Umfeld der Sportanlage ausreichend vorhanden. Dennoch empfiehlt die Spvgg. Quierschied allen Fans, möglichst früh zum Pokalspiel gegen den Drittligisten anzureisen. red
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