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FCS-Neuzugang Gehring will in die 2. Liga

Saarbrücken. Auf den ersten Blick scheint er ein echter Frauenschwarm zu sein: 1,92 Meter groß, athletisch, durchtrainiert, blond, blaue Augen, Brilliant im linken Ohr. Wenn er an seiner Apfelschorle nippt, sieht man ein cooles Tattoo an seinem rechten Handgelenk. „Das sind die Anfangsbuchstaben der Vornamen meiner Eltern und Schwester“, erklärt Kai Gehring – der neue Abwehrspieler des Fußball-Drittligisten ist offensichtlich ein Familienmensch. Dabei ist er noch „Single“, fügt er lächelnd hinzu.

Am Dienstag machte der 1. FC Saarbrücken den Wechsel des 22-jährigen Innenverteidigers vom Ligakonkurrenten SV Wehen/Wiesbaden wasserdicht (wir berichteten). „Meine Eltern haben mich mit fünf Jahren zum Karate beim ASV Eislingen gebracht“, erzählt der gebürtige Schwabe, „doch das war nix für mich. Ich habe sie dann überredet, mich Fußball spielen zu lassen“.

"In meinem letzten Spiel für den Club gab es einen Elfmeter"

Die Gehrings sind eine sportbegeisterte Familie: Vater Roland war Handballer, Mutter Renate betrieb Leichtathletik und die große Schwester Ina tanzte. Kai ging seinen Weg im Fußball. Nach der D- und C-Jugend beim VfB Stuttgart („Da war alles sehr professionell“) wechselte er zum SSV Ulm. Bei den „Spatzen“ war unter anderem Hermann Badstuber, der mittlerweile verstorbene Vater von Nationalspieler Holger, sein Trainer. In der A-Jugend wechselte Gehring zum 1. FC Nürnberg, wo er auch die heutigen Saarbrücker Mannschaftskameraden Markus Fuchs und Manuel Stiefler kennenlernte. „Wir sind gemeinsam in die Regionalliga aufgestiegen“, erzählt der Neu-Saarbrücker, der zunächst an der Landessportschule wohnen wird, „in meinem letzten Spiel für den Club gab es einen Elfmeter.

Alle wollten schießen. Da kam der Fuchser, gab mir den Ball und sagte: Junge, hau’ ihn rein. So hatte ich sieben Saisontore und der Manu Stiefler nur sechs.“ Die diebische Freude, öfter als der alte und neue Kollege getroffen zu haben, offenbart weitere Wesenszüge des vielschichtigen Fußball-Spielers: Ehrgeiz und Siegeswille. „Ich bin auf dem Platz ganz anders, als privat. Ich will immer gewinnen, auch beim kleinsten Trainingsspiel. Da kenne ich keine Freunde, aber in der Kabine ist das gleich wieder vergessen“, sagt er.

Richtig Gas geben will er auch mit dem FCS

Abschalten kann Hip-Hop-Fan Gehring am besten auf seinem Motorrad. Er fährt eine Honda Fireblade, ein Geschoss mit 171 Pferdestärken und mehr als 300 Stundenkilometer schnell. „Wenn ich auf dem Motorrad sitze, bin ich ein anderer Mensch“, sagt er mit fast verklärtem Blick, „aber in der Stadt halte ich mich an die Geschwindigkeitsbegrenzung“. Richtig Gas geben will er auch mit dem FCS. „Ich will so viele gute Spiele machen wie möglich. In der Liga ist alles eng beisammen, zwei Siege und du klopfst ans vordere Drittel“, rechnet Kai Gehring vor – und geht sogar noch weiter: „2. Liga wäre toll. Ich würde nicht Nein sagen, wenn wir mit dem FCS im nächsten Jahr dahin aufsteigen würden.“ Mit dieser Meinung steht der Single in Saarbrücken sicher nicht alleine da.

Am Rande

Velimir Grgic fehlte gestern beim Training des Fußball-Drittligisten 1. FC Saarbrücken. Der Stürmer zog sich im Testspiel am Dienstagabend beim FSV Mainz 05 II (2:1) einen Bluterguss im Knie zu und muss einige Tage pausieren. Mittrainiert hat dafür Testspieler Aron Liechti, ein 1,89 Meter großer Linksverteidiger. „Er kommt von Schweizer Zweitligisten SC Biel Bienne. Wir werden ihn zwei Tage beobachten und dann entscheiden, ob wir tätig werden“, sagte FCS-Trainer Jürgen Luginger über den 24-jährigen Schweizer. cor

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