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FCS: Rote Laterne brennt immer heller

Der Abstiegskampf für den FCS wird immer aussichtsloser.

Der Abstiegskampf für den FCS wird immer aussichtsloser.

Der Blick von Fuat Kilic ging ins Leere. Der Trainer des Fußball-Drittligisten 1. FC Saarbrücken war nach der 0:1 (0:1)-Niederlage am Samstag bei Darmstadt 98 wortkarg. „Ich bin sehr enttäuscht, weil wir ebenbürtig waren“, sagte er – und verschwand in den Katakomben. Dass Darmstadts Dirk Schuster, mit dem Kilic den Trainerlehrgang absolvierte, von „glücklichen drei Punkten“ für den Tabellendritten sprach, tröstete niemanden. Denn der Auftritt des FCS vor 7500 Zuschauern spiegelte in vielen Aspekten die Saison wieder. Da ist das Verletzungspech. Florian Ballas musste wegen Adduktorenproblemen passen.

Für ihn bildeten Tim Stegerer und Tim Knipping eine Innenverteidigung, die bislang nur im Training in der B-Elf zusammengespielt hat. Doch bis auf die Szene beim Gegentor hatten sie weitgehend alles im Griff. Da sind die Fehlentscheidungen. Schiedsrichter Thomas Stein verweigerte dem FCS den Führungstreffer. Stegerer traf, nachdem 98-Torwart Jan Zimmermann den Ball hatte fallen lassen (13. Minute). Der vorausgegangene Körperkontakt von Zimmermann mit FCS-Stürmer Marcel Ziemer war nicht strafwürdig und außerhalb des Fünfmeter- Raums. Keine 60 Sekunden später traf nach einer Flanke von Josip Landeka Dominik Stroh-Engel zum 0:1. Doch der Stürmer der Gastgeber stand dabei knapp im Abseits – Steins zweiter Irrtum zu Ungunsten des FCS. „Stroh- Engel machte den Unterschied. Er hatte eine Chance und machte sie weg“, sagte Stegerer.

FCS lässt viele gute Chancen aus

Auch die Chancenverwertung ist in dieser Saison ein großes Manko beim FCS. Saarbrücken hatte mehr und bessere Möglichkeiten als die Gastgeber. Zwei Minuten nach dem 0:1 spielte Raffael Korte zwei Darmstädter aus. Er stand frei vor dem Tor – und schoss dem Torwart in die Arme. Ziemer scheiterte an Zimmermanns Fingerspitzen (35.). Der eingewechselte Philipp Hoffmann verfehlte das Tor um Zentimeter (87.). Er sagte: „Es fehlt uns einfach auch das Glück." Auch taktische Fehler ziehen sich beim 1. FC Saarbrücken durch die Saison. Kilic stellte mit Kevin Pezzoni, Manuel Zeitz und Nils Fischer drei defensive Mittelfeldspieler auf. Zwar kam der FCS zu Torchancen, dennoch fehlte Ziemer in der Sturmspitze meist die Unterstützung aus dem Mittelfeld heraus.

Warum Kilic den selten überzeugenden Vito Plut einwechselte, ist ebenso unverständlich, wie das zu lange Festhalten am schlecht spielenden Taku Ishihara, der nach 64 Minuten für Hoffmann vom Feld musste. Dass Saarbrückens Spielebeobachter und Video-Analyst Alex Andone-Grommes am Samstag in Darmstadt auf der Bank saß, statt in Rostock die Partie der beiden nächsten Gegner in Augenschein zu nehmen (1:0 für den MSV Duisburg), scheint fast nur ein kleineres Versäumnis im Kampf um den Klassenverbleib, der bei neun Punkten Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz kaum mehr realistisch erscheint. Rostock ist morgen um 19 Uhr im Ludwigspark zu Gast, Duisburg am Samstag um 14 Uhr.


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