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FCS: Sechs neue Spieler sollen kommen

Er ist mehr als ein Sportdirektor. Dieter Ferner ist für viele Fans des 1. FC Saarbrücken der Retter des Vereins. Vor drei Jahren hat er die Mannschaft als Trainer in der Oberliga übernommen, nun plant er die Zukunft des Vereins.

Er ist mehr als ein Sportdirektor. Dieter Ferner ist für viele Fans des 1. FC Saarbrücken der Retter des Vereins. Vor drei Jahren hat er die Mannschaft als Trainer in der Oberliga übernommen, nun plant er die Zukunft des Vereins.

Saarbrücken. Vor ziemlich genau drei Jahren war der 1. FC Saarbrücken mausetot. Der damalige Trainer Alfred Kaminski hatte nach der verpassten Regionalliga-Qualifikation das Handtuch geworfen, die Spieler flohen. Damals fällte der Fußball-unerfahrene Präsident Horst Hinschberger eine wichtige Entscheidung: Er holte Dieter Ferner zurück zum FCS und begründete damit eine überaus erfolgreiche Phase des Traditionsvereins. „Schreib bloß nicht Ära Ferner“, zeigte sich der frühere Bundesliga-Torwart bei seinem Besuch in der Sportredaktion der Saarbrücker Zeitung bescheiden: „Vorstand und Aufsichtsrat haben in den vergangenen Jahren sehr ruhig gearbeitet. Dass es sich so entwickelt, hat weniger mit meinem Namen zu tun.“

Für die Fans schon. Zwei Aufstiege und ein souveräner Verbleib in der 3. Liga verbinden sie auch mit den Personalentscheidungen, die Ferner zunächst in Zusammenarbeit mit Vize-Präsident Harald Ebertz und zuletzt mit Trainer Jürgen Luginger getroffen hat. „Es gibt Netzwerke im Fußball, wo man sich über Spieler informieren kann“, sagt der 62-Jährige, „ob ein Spieler in einer Mannschaft funktioniert, kann man vorher nicht sagen. Dazu gehört auch Glück“. Dieses Glück hatte der FCS auch in dieser Spielzeit wieder. „Stephan Sieger musste sich am Anfang wieder an den Rhythmus gewönnen, ist mittlerweile einer der absoluten Führungsspieler“, sagt Ferner: „Von den Jungen haben Giuseppe Pisano und Manuel Stiefler vielleicht den größten Schritt gemacht. Ufuk Özbek ist den umgekehrten Weg gegangen. Er hat stark begonnen, hatte zwischendurch immer wieder Löcher. Aber er hat enormes Potenzial.“

Potenzial hat auch Manuel Zeitz. Sein Wechsel zum 1. FC Nürnberg schmerzt. „Auf der einen Seite könntest du heulen. Andererseits freut es mich für den Jungen.“ Zeitz, Marcus Mann, Nico Zimmermann, Jonathan Zydko, Christoph Buchner, Velimir Grgic, Nabil Dafi und Sven Krause werden heute nach dem Freundschaftsspiel gegen den Bundesligisten SC Freiburg (18 Uhr im Ludwigspark-Stadion) verabschiedet. „Die 3. Liga ist das Reservoir der 2. Liga“, sagt Ferner und ergänzt: „Ich war am Wochenende auf zwei Regionalliga-Sportplätzen. Da habe ich viele Kollegen aus der 3. Liga getroffen.“ Wo er war, verriet er nicht, wen er beobachtet, schon gar nicht. „Wir werden nichts schnell festmachen, nur um andere Ansprüche zu befriedigen. Unsere finanziellen Mittel sind begrenzt, wir müssen die Ressourcen ganz bewusst einsetzen.“ Sechs Spieler sollen kommen, dabei habe die Qualität oberste Priorität. Aber auch der Charakter und das Gehaltsgefüge spielen eine Rolle bei den Verpflichtungen.

Die Serie von neun Siegen in Folge, der gute Tabellenplatz sechs und das Erreichen des DFB-Pokals sorgen für gute Stimmung. „Der FCS ist wieder ein Produkt, das man bewerben kann“, sagt Ferner und hofft, dass Fans und Sponsoren den Weg zum Verein finden – oder gezeigt bekommen. „Ich bin ja ein paar Tage beim Verein und weiß, wie schnell hohe Erwartungen wieder umschlagen. Für die nächste Saison darf unser Ziel nur lauten, noch früher nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. Dass der Verein mittelfristig wieder in die 2. Liga will, steht außer Diskussion, aber da müssen die Rahmenbedingungen stimmen.“ Wie weit Ferner diesen Weg noch mitgehen wird, lässt er offen. „Mein Vertrag läuft noch ein Jahr. Dann bin ich 63 – und da kann man mal an Vorruhestand und Rente denken.“
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