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FCS-Spieler Zimmermann: Wird er abgeworben?

Der 25 Jahre alte Spielmacher des FCS weckt Begehrlichkeiten bei anderen Vereinen.

Der 25 Jahre alte Spielmacher des FCS weckt Begehrlichkeiten bei anderen Vereinen.

Saarbrücken. 5600 Zuschauer erlebten am Dienstagabend das 2:0 (0:0) des 1. FC Saarbrückens in der 3. Fußball-Liga gegen Kickers Offenbach. Unter ihnen: Hans-Jürgen Boysen, Trainer des Zweitligisten FSV Frankfurt. Angeblich wollte er sich von den Qualitäten des FCS-Spielmachers Nico Zimmermann überzeugen. Der lieferte eine starke Leistung ab – nicht nur wegen seiner Tore. „Mir ist es so was von egal, wer da auf der Tribüne sitzt“, sagte Zimmermann genervt auf den Beobachter angesprochen: „Ich habe einen bis Sommer laufenden Vertrag beim FCS. Und bis dahin haben wir hier noch eine ganze Menge vor.“



Zimmermann präsentiert sich in Bestform

Cool, wie er vor dem 1:0 den Ball sieben Meter vor dem Tor anhielt und erst dann einschob. Eiskalt, wie er den an Lukas Kohler verursachten Elfmeter zum 2:0 verwandelte. Brillant, wie er kurz nach der Halbzeit einen Pass von Stephan Sieger mit der Brust mitnahm und per Dropkick Offenbachs Torwart Robert Wulnikowski zu einer Glanzparade zwang. Zimmermann ist reifer geworden. Früher als Leichtfuß und Zaubermaus abqualifiziert, hat der 25-Jährige gelernt, dass man im Fußball auch rackern muss. Und das, obwohl ihn seit Wochen mit einer Schambein-Entzündung plagt. „Wenn der so weiterspielt, kann er von mir aus noch länger verletzt sein“, scherzte Trainer Jürgen Luginger: „Das ist natürlich eine ernstzunehmende Sache. Aber er trainiert reduziert. Ich hoffe, dass das weiter gut geht.“

Luginger war übrigens nach dieser Partie voller Emotionen so angriffslustig wie seine Spieler während dieser. Auf die Frage eines Offenbachers, ob Luginger das Spiel seiner Mannschaft nicht zu schön dargestellt habe, erklärte er dem Fragenden lautstark, dass seine Elf gegen den Topfavoriten für ihre Verhältnisse gut gespielt habe, weil sie alles abgerufen und gegeben habe.

Andere Verein haben an Zimmemann Interesse

Zurück zu Zimmermann. Sein Fall zeigt: Der FCS muss handeln. Denn „Zimbos“ Mittelfeldkollege Manuel Zeitz verlässt den FCS in Richtung Erstligist 1. FC Nürnberg. Und an Zimmermann sollen neben Frankfurt Zweitligist MSV Duisburg und die Drittligisten Eintracht Braunschweig und Hansa Rostock Interesse haben. Auch die Verträge von Leistungsträgern wie Marcus Mann und Marc Lerandy laufen aus. „Kein Grund nervös zu werden. Wir beobachten bei anderen Vereinen, die schauen bei uns“, sagt Sportdirektor Dieter Ferner, „da muss man die Nerven behalten. Dass wir mit Leistungsträgern verlängern wollen, ist doch klar“. Man habe sich mit den Spielern schon unterhalten, für ernsthafte Gespräche brauche man aber sportliche und finanzielle Planungssicherheit. Ferner erklärt: „Wenn die Lizenzierung durch ist, wissen wir, in welchem Rahmen wir uns bewegen können.“ Bis zum 30. März muss der FCS die Lizenzierungs-Unterlagen beim Deutschen Fußball-Bund einreichen.

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