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FCS: Staatsanwaltschaft stellt Verfahren gegen Ex-Vizepräsident Pini ein

Symbolfoto.

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Die sogenannte „Pinigate“-Affäre beim Fußball-Regionalligisten 1. FC Saarbrücken ist juristisch zu Ende. Am 30. Juni hat die Staatsanwaltschaft Saarbrücken das Verfahren wegen Nötigung gegen Ex-Vizepräsident Sebastian Pini eingestellt. Nach Paragraf 153 Absatz 1 der Strafprozessordnung. „Ein öffentliches Interesse an der Strafverfolgung ist nicht gegeben. Die Schuld wäre als zu gering anzusehen“, schreibt die Saarbrücker Staatsanwaltschaft zu den Gründen. Gravierende Tatfolgen seien nicht zu verzeichnen, schreibt die Behörde weiter.

Das sieht Adnan Fazlic anders. Er hatte Pini wegen Nötigung angezeigt. Der 39-Jährige ist einer der Chefs der Ultragruppe US01. Fazlic behauptet, er und seine Gruppe seien von Pini genötigt worden, bei der Mitgliederversammlung am 24. Februar des 1. FC Saarbrücken gegen einen Antrag auf Satzungsänderung in Sachen Ausgliederung zu stimmen (wir berichteten mehrfach). Fazlic erklärte dies öffentlich bei der Versammlung, Pini bestritt dies vehement. Die Frage, wer Recht hat, wird niemand gerichtsfest beantworten können. Mit der Einstellung des Verfahrens wird keine Aussage über eine Schuld getroffen, die Unschuldsvermutung gilt fort.

„Vereinsinterne Dinge“

Davon ab: Salopp gesagt, war es dem Gericht zu dumm, sich damit zu beschäftigen. Oder wie es ein Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft sagt: „Das sind vereinsinterne Dinge, die nicht von großem öffentlichen Interesse sind. Diese Dinge sollten denn auch vereinsintern gelöst werden.“Dass dieser Fall im Februar und März die Medien und die Öffentlichkeit beschäftigt hatte, ist zwar ein Zeichen für öffentliches Interesse. Aber die Staatsanwaltschaft definiert dies anders und hat sich dazu vor der Einstellung die Zustimmung des zuständigen Amtsgerichts eingeholt, was nicht üblich ist. Fazlic, der Pini wegen Nötigung angezeigt hat, ist „sehr, sehr überrascht“, dass die Staatsanwaltschaft keine Anklage erhebt. „Enttäuscht“ ist er. „In diesem Fall gibt es nur Verlierer“, sagt er. Pini war gestern nicht zu erreichen.

Nahezu zeitgleich hat der Verein nach SZ-Informationen beschlossen, dass es am 14. Juli eine Aufsichtsratssitzung geben soll. Auf ihr soll ein neuer Vizepräsident gewählt werden, um einen Nachfolger für Pini zu finden, der während der Affäre Mitte März von seinem Amt zurückgetreten war. Wer der Neue werden soll, war gestern nicht zu erfahren.
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