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FCS: Wie viel dürfen Mitglieder mitbestimmen?

Diesmal stehen in der Saarbrücker Congresshalle ab 19 Uhr zehn Tagesordnungspunkte auf dem Programm, bevor es erneut um die neue Satzung gehen soll.

Diesmal stehen in der Saarbrücker Congresshalle ab 19 Uhr zehn Tagesordnungspunkte auf dem Programm, bevor es erneut um die neue Satzung gehen soll.

Saarbrücken. Spät war es geworden bei der letzten Mitgliederversammlung des 1. FC Saarbrücken im November 2011. Die Berichte der Verantwortlichen hatten Zeit gekostet, die Wahl von zwei neuen Aufsichtsratsmitgliedern ebenso. Schließlich war es so spät, dass man die Beratungen und Beschlussfassungen zur Veränderung der Vereinssatzung auf die nächste Versammlung vertagen musste. Dazu hat der Verein seine Mitglieder nun für den 6. Dezember eingeladen.

Diesmal stehen in der Saarbrücker Congresshalle ab 19 Uhr zehn Tagesordnungspunkte auf dem Programm, bevor es erneut um die neue Satzung gehen soll. Die meisten Änderungen sind redaktioneller Natur, passen die Grundlage der Vereinsarbeit der jüngsten Rechtsprechung und aktuellen Sprache an. Sie sollten problemlos abgesegnet werden. „Wir müssen den Verein auch satzungsmäßig für die Zukunft aufstellen“, sagt FCS-Präsident Paul Borgard, „dabei ist die Ausgliederung des Profifußballs eine spannende Frage, die allerdings erst dann interessant wird, wenn das Stadion soweit ist.“
Diese Frage steht am 6. Dezember aber noch nicht zur Debatte. Bei anderen Punkten ist dagegen mit Diskussionen zu rechnen. Beispielsweise, dass der Ehrenrat Kandidaten für Vereinsämter ablehnen kann und diese Ablehnung dann unanfechtbar sein soll. „Der Verein muss seine Mitglieder endlich ernst nehmen. Das tut er zurzeit nicht“, sagt FCS-Mitglied Thomas Birgisson, der selbst einen Antrag mit Satzungsänderungen gestellt hat: „Mir geht es vor allem um das Mitbestimmungsrecht der Mitglieder. Besonders, was die Wahl des Aufsichtsrats angeht.“

Birgisson fordert unter anderem, dass die Mitglieder des Aufsichtsrats einzeln gewählt werden und dass der Aufsichtsratsvorsitzende von der Mitgliederversammlung direkt bestimmt wird. Bislang wählt der Aufsichtsrat seinen Vorsitzenden selbst. „Ich gehe davon aus, dass der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende alle Möglichkeiten nutzen wird, diesen Antrag zu torpedieren“, sagt Birgisson: „Ich hoffe, es wird eine sachliche Diskussion, die von möglichst vielen Anwesenden getragen wird.“ Der angesprochene Reinhard Klimmt bewahrt die ihm eigene Ruhe und sagt: „Wir kommentieren im Vorfeld nichts, wir werden alles auf der Versammlung besprechen.“ Präsident Borgard begrüßt, dass sich Fans Gedanken machen und sich einbringen: „Jedes Mitglied hat das Recht, Anträge zu stellen und dass man darüber diskutiert. Man muss die Anträge aber auch immer auf ihre juristische Haltbarkeit überprüfen.“

Dass sich Birgisson mit seinem Antrag vor den Karren von Ex-Präsident Horst Hinschberger spannen lässt, der angeblich in eine verantwortungsvolle Position im Verein zurückkehren will – so wird es in Fanforen verbreitet – verneint Birgisson strikt: „Ich hatte und habe überhaupt keinen Kontakt zu Herrn Hinschberger. Mir geht es nur um eines: das Wohl des 1. FC Saarbrücken.“ Und das sollte bei der Mitgliederversammlung am Nikolaustag eigentlich über allem stehen. cor


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