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FCS empfängt Spitzenreiter Waldhof Mannheim


Totgesagte leben auch im Sport oft länger. Dass der 1. FC Saarbrücken ausgerechnet an Ostern, dem Fest der Auferstehung, sich im Rennen um die Relegationsplätze in der Fußball Regionalliga zurückmelden könnte, ist an Symbolkraft kaum zu überbieten. Ein Sieg der Mannschaft von Neu-Trainer Taifour Diane gegen Spitzenreiter Waldhof Mannheim an Karsamstag (Anstoß 14 Uhr, Herrmann-Neuberger-Stadion Völklingen), kein Sieger im zweiten Spitzenspiel Offenbach gegen Elversberg am Ostermontag – und schon wären die fünf Spitzenteams deutlich enger zusammengerückt.

„Jedes Spiel zählt für sich selbst. Jedes Spiel bringt drei Punkte. Jeder Punkt ist wichtig“, formuliert FCS-Torwart David Hohs die Parole des „Von-Spiel-zu-Spiel-Denkens“ um. „Was andere machen, ist zweitrangig“, sagt Diane, „wir schauen nur auf uns.“ Dass sich die Mannschaft gegenüber der selten schön anzusehenden, aber einigermaßen erfolgreichen Bolzerei unter Ex-Trainer Fuat Kilic in der vergangenen Saison nicht so weiterentwickelt hat, wie man sich das von Ex-Trainer Falko Götz erhofft hatte, beweist ein Blick zurück: Vor einem Jahr hatte der FCS nach 24 Spielen 52 Punkte (sieben mehr als heute), lag mit einem Zähler Vorsprung auf Platz zwei vor der SVE (heute sechs dahinter). Mannheim hatte zum diesem Zeitpunkt bereits 22 Punkte Rückstand.

Nun hinkt man hinterher. Unter dem noch ungeschlagenen Trainer Diane gab es zwei schwache Spiele beim 1:0 über Pirmasens und beim 0:0 in Spielberg. Beim 2:0 gegen Elversberg vergangene Woche zeigte der FCS zumindest die lange vermisste Moral – und endlich auch wieder spielerische Ansätze. „Das Spiel hat unter der Woche auch im Training vieles einfacher gemacht“, sagt Diane, dem Mounir Chaftar , Marius Willsch und Marco Meyerhöfer nach überstandenen Verletzungen wieder zur Verfügung stehen.

Dagegen fehlt Hassan Amin. Er wurde für zwei Spiele gesperrt, nachdem er gegen die SVE ein eigenes Handspiel auf der Torlinie auf Nachfrage des Schiedsrichters nicht zugegeben hat. Amin ist jedoch ohnehin bis Ende nächster Woche auf Länderspielreise mit Afghanistan.

Es wird also Veränderungen in der Aufstellung geben. Diane, der seit seinem Schachzug, Alexandre Mendy gegen Elversberg ins defensive Mittelfeld zu stellen, als kleiner Taktikfuchs gefeiert wird, hat „schon eine Idee, die ich aber nicht verrate“. Gewohnt freundlich lächelte er auch Nachfragen weg: „Im modernen Fußball sollte jeder Spieler auf jeder Position spielen können. Wichtig ist, dass ich weiß, was meine Spieler können. Und versprochen: Wir werden mit elf Mann anfangen.“ Die Marschrichtung ist ohnehin klar: Nur Siege helfen dem FCS. „Wir werden Vollgas geben und uns nicht verstecken“, verspricht Torhüter Hohs.Die Polizei rechnet damit, dass bis zu 2000 Fans von Waldhof Mannheim zum Südwestderby gegen den 1. FC Saarbrücken nach Völklingen kommen. Aufgrund des verstärkten Verkehrsaufkommens und der Anzahl der Parkplätze bittet sie die Zuschauer, frühzeitig anzureisen. Ein Sonderzug für 800 Fans aus Mannheim ist bereits ausverkauft.

Der Tross der Waldhof-Anhänger wird vom Völklinger Bahnhof zum Hermann-Neuberger-Stadion von starken Polizei-Kräften begleitet. Da die beiden Fanlager verfeindet sind und es schon im Rahmen des Hinspiels in Mannheim bei Auseinandersetzungen zu Körperverletzungen kam, wird die Partie als sogenanntes „Rot-Spiel“ eingestuft. Das bedeutet, dass die Sicherheitsvorkehrungen erhöht werden. Die Polizei rechnet mit „mehreren hundert Problemfans“. Wie die zu erwartenden 2000 Waldhof-Fans im Neuberger-Stadion verteilt werden, ist unklar. In den Gäste-Block passen nur 1275 Fans .
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