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FCS feiert ersten Sieg 2014

Die FCS-Fans konnten jubeln.

Die FCS-Fans konnten jubeln.

Beim Schlusspfiff von Schiedsrichter Florian Meyer hüpfte Fuat Kilic, der neue Trainer des Fußball-Drittligisten 1. FC Saarbrücken, seinem Assistenten Andreas Fellhauer vor Freude in die Arme. Nach fünf Niederlagen in Serie feierte der FCS am Samstag mit dem 1:0 (1:0) gegen die Spvgg. Unterhaching nicht nur einen Erfolg im Abstiegskampf – die Mannschaft gab auch ein echtes Lebenszeichen von sich.

„Ich bin überaus glücklich“, sagte Kilic nach seinem Debüt als Cheftrainer, „man arbeitet ja auf dieses Ziel hin. Die Spieler haben das neue System angenommen.“ Kilic brachte André Mandt, Raffael Korte und Stefan Reisinger für Julien Humbert, Juri Judt und Taku Ishihara in die Startelf. Die neue Philosophie heißt: Aggressives Pressing, den Gegner fast am Strafraum stören, zu Fehlern zwingen und gar nicht erst ins Spiel kommen lassen. Schon nach fünf Minuten hatte der FCS durch Philipp Hoffmann, Reisinger und Korte so viele Torchancen wie im ganzen Spiel gegen den VfL Osnabrück am Samstag zuvor (1:4).

Der kämpferische Einsatz und die Laufbereitschaft wurden zwei Minuten später belohnt: Kortes Freistoß legte Reisinger am zweiten Pfosten mit dem Kopf ab, Marcel Ziemer drosch den Ball ins Netz – das 1:0. „Wir haben die ganze Zeit immer auf die Fresse bekommen. Darum war das sehr wichtig jetzt“, sagte Ziemer. „Wir haben den Abstiegskampf endlich angenommen.“ Der Stürmer war nicht nur wegen seines Tores der überragende Spieler auf dem Platz. Vorne ständig gefährlich, half er wie Sturmpartner Reisinger auch viel in der Defensive. „Wir können dieses System nur spielen, wenn auch die Stürmer mitarbeiten“, erklärte Kilic und ergänzte: „Es fällt schwer, nach so einer Leistung einen Spieler herauszuheben. Aber Marcel ist sicher vorneweg gegangen.“

An Ziemers Leistung konnten sich Spieler hochziehen, die zuletzt wenig überzeugten. „Jeder gewonnene Zweikampf war gut für das Selbstvertrauen“, sagte Manuel Zeitz, der neben Debütant Mandt im defensiven Mittelfeld ordentlich abräumte: „Und damit haben wir dann auch angefangen, Fußball zu spielen.“ Der FCS zeigte Kombinationsfußball, den die Fans unter Kilics Vorgänger Milan Sasic vermissten. Doch noch fehlte in einigen Situationen die Präzision, um mit dem zweiten Treffer das Spiel zu entscheiden. Ein Beispiel aus der 53. Minute: Nach tollem Pass von Florian Ballas startete Korte durch bis zur Grundlinie. In der Mitte waren Ziemer und Reisinger in aussichtsreicher Position, doch Kortes Flanke landete bei Unterhachings Torwart Korbinian Müller. So mussten die 3300 Zuschauer im Ludwigspark-Stadion bis zum Ende um die wichtigen drei Punkte im Abstiegskampf bangen. Denn die Gäste hatten durch Andreas Voglsammer (25. Minute), Quirin Moll (68.) und Marius Duhnke (84.) gute Chancen. Sie scheiterten aber an ihrer Abschluss-Schwäche oder an Torwart Timo Ochs.

„Fuat Kilic hat uns die ganze Woche gepredigt, dass wir Spaß am Fußball haben sollen“, erzählte Ballas, der mit Kevin Pezzoni in der Innenverteidigung ein starkes Spiel lieferte: „Und wir wussten, dass es ein richtungweisendes Spiel ist.“ Das nächste Spiel führt den FCS, der trotz des Sieges Tabellenletzter bleibt, am kommenden Samstag zu Tabellenführer 1. FC Heidenheim (14 Uhr).
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