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FCS gegen FK Pirmasens: Schwere Geburt in der neuen Heimat

Der 1. FC Saarbrücken hat sein Heimspiel in der Regionalliga Südwest am Samstag (5.3.2016)  gegen den FK Pirmasens mit 1:0 gewonnen. In einer eher schwachen Partie gelang den Blau-Schwarzen in der Nachspielzeit durch einen Elfmeter der Sieg. In der Tabelle steht der FCS damit auf Rang vier.

Der 1. FC Saarbrücken hat sein Heimspiel in der Regionalliga Südwest am Samstag (5.3.2016) gegen den FK Pirmasens mit 1:0 gewonnen. In einer eher schwachen Partie gelang den Blau-Schwarzen in der Nachspielzeit durch einen Elfmeter der Sieg. In der Tabelle steht der FCS damit auf Rang vier.

Es läuft schon die dritte Minute der Nachspielzeit. Noch einmal wirft Fußball-Regionalligist 1. FC Saarbrücken in seinem Spiel gegen den FK Pirmasens alles nach vorne, noch einmal flankt Sven Sökler in den Strafraum. Dann wird es turbulent: FCS-Kapitän Jan Fießer fällt, Schiedsrichter Daniel Schlager pfeift Strafstoß. Die Gäste vom FK Pirmasens reklamieren heftig, aber erfolglos. „Ich habe einen Kontakt gesehen, Jan hat das mit seiner Erfahrung gut gemacht und den Elfer rausgeholt“, schilderte der neue FCS-Cheftrainer Taifour Diane seine Sicht auf die entscheidende Situation dieses Spiels.

Gut zwei Stunden zuvor war Diane von den 2343 Zuschauern lautstark gefeiert worden. „Diaaane“-Sprechchöre erinnerten an längst vergangene Tage in der 2. Liga, als der ehemalige Stürmer für den FCS in 23 Spielen fünf Tore erzielte. Doch es gab auch andere Rufe. Das Tischtuch zwischen dem Geschäftsführer Sport des FCS, Milan Sasic, und dem Großteil der FCS-Anhänger scheint offenbar zerschnitten. Immer wieder ertönten „Sasic raus“-Rufe, die FCS-Präsident Hartmut Ostermann aber nicht hörte – er war nicht im Stadion und weilte aus beruflichen Gründen in Portugal. Sasic selbst äußerte sich in einem Fernseh-Interview beim Saarländischen Rundfunk zu den Rufen wie folgt: „Wir wissen intern genau, aus welchen Einsichten das passiert. Es ist schlimm, dass man unsere Fans in diese Richtung manipuliert. Leider Gottes ist das so.“

Zurück zum Spiel. Pirmasens – wo man den FCS auf dessen Stadionsuche wegen des Umbaus im Saarbrücker Ludwigspark wegen des schlechten Rufs einiger seiner Anhänger nicht haben wollte – war nicht mit der Absicht nach Völklingen gekommen, Fußball zu spielen. Mit einem destruktiven 5-3-2-System rührte FKP-Trainer Peter Tretter Beton an. Torchancen der Gäste gab es in 94 Minuten so gut wie keine, dafür aber immer wieder Unterbrechungen, weil sich Gästespieler selbst nach harmlosen Körperkontakten auf dem Boden krümmten.

Dem FCS war die Verunsicherung nach der 1:2-Niederlage in Worms und dem Trainerwechsel von Falko Götz zu Diane anzumerken. Dennoch kamen die Gastgeber in ihrer neuen Heimstätte zu genügend Möglichkeiten, um das eigene Nervenkostüm und das Umfeld zu beruhigen. Sökler scheiterte nach guter Vorarbeit von Kevin Behrens eher kläglich an FKP-Schlussmann Daniel Kläs (11. Minute), Behrens selbst eher unglücklich mit einem abgefälschten Schuss an den Pfosten (42.). Zuvor hatte Schiedsrichter Schlager ein klares Foul an Matthew Taylor als nicht strafstoßwürdig (25.) erachtet.

Diane hatte Sökler als „echten Zehner“ in einer Mittelfeldraute aufgeboten. Daniel Döringer (Fußprellung) und Alexander Hahn (Leiste) gehörten nicht zum Aufgebot, Steffen Schäfer rückte in die Innenverteidigung, Christian Sauter und Hassan Amin ins Aufgebot. Behrens (56. und 70.) sowie Alexandre Mendy (68.) vergaben weitere gute FCS-Möglichkeiten zum Siegtreffer, den Sökler dann in der Nachspielzeit vom Punkt aus besorgte.

„Ich habe die Verantwortung übernommen und bin heilfroh, dass er drin war“, sagte der Schütze des 1:0-Endstands. „Wenn wir früher treffen, wird vieles einfacher.“ Sein neuer Trainer war mit seinem Einstand naturgemäß zufrieden. „Die Chancen waren da, das ist schon mal gut“, freute sich Diane im Saarländischen Rundfunk. „Jeder, der das Spiel gesehen hat, kann nur sagen, dass das ein verdienter Sieg war.“

Das FCS-Debüt in Völklingen auf dem Platz verlief übrigens deutlich holpriger als im Umfeld. Ein paar Abstimmungsprobleme bei der Parkplatzeinweisung, ein paar spät aufgesperrte Toilettenhäuschen – das waren schon die größten „Kinderkrankheiten“ rund um das Hermann-Neuberger-Stadion. Die 2343 Zuschauer bedeuten allerdings Minusrekord für den FCS in dieser Saison bei einem Punktspiel.  
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