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FCS gegen Sportfreunde: 3000 Fans erwartet

 Burbach. Es wirkt fast schon idyllisch. Die Herbstsonne scheint auf das Stadion des Fußball-Landesligisten Sportfreunde Saarbrücken an den Saarwiesen in Burbach. Selbst das verschwommene Brummen der Autobahn im Hintergrund stört kaum. Erst beim zweiten Blick fällt auf, dass das Stadion seine besten Zeiten lange hinter sich hat. Der Rost schlängelt sich an der Stahlkonstruktion des Tribünendachs entlang, und der rote Lack auf den Bänken ist fast überall gesplittert. Einzig die neuen Flutlichtmasten zeigen noch nicht die Zahnabdrücke der Zeit. Umso frischer wirkt das Grün des Rasens. Noch ist es schwer vorstellbar, dass sich heute Abend (18.30 Uhr) beim Saarlandpokal-Spiel gegen den 1. FC Saarbrücken bis zu 3000 Fans hier tummeln werden.

Es könnte ein wenig wie früher werden. Früher, das liegt bei den Sportfreunden fast 50 Jahre zurück. Damals in den 50er Jahren hatte der Verein seine größte Zeit und stand fast auf Augenhöhe mit dem Malstatter Rivalen. Das ist lange her. Die letzten Titel der Sportfreunde waren die Meisterschaft in der Bezirksliga Süd 1999 und der Saarlandpokalsieg 2003 – allerdings bei der A-Jugend. Die Burbacher sind heute vier Ligen entfernt vom FCS. Nicht umsonst ließ sich sogar der ansonsten abgeklärte Trainer der Sportfreunde, Matthias Malter, Anfang des Monats zu einer Aussage wie „das wichtigste Spiel der letzten 20 oder 30 Jahre“ hinreißen.

Malter sieht Mannschaft nicht ohne Chance

Jetzt, so kurz vor dem Spiel, hat Malter seine Ruhe wiederentdeckt. „Natürlich ist das eine tolle Sache, und es freut mich für den Verein“, sagt er, „aber unsere Hauptaufgabe ist die Landesliga Südwest. Auch wenn die Mannschaft natürlich den FCS im Kopf hat.“ Es gehört wohl zu einem solchen Höhepunkt der Vereinsgeschichte dazu, dass die Konzentration der Spieler im Liga-Alltag schwächelt. Wie gerade geschehen beim 0:7 in Limbach-Dorf. Vielleicht war das aufgeregte Umfeld und die zu erwartenden Fan-Massen zu viel für die junge Mannschaft, in der Marco Lang als einziger über 30 ist. Stände werden aufgebaut, Fallschirmspringer werden den Ball zum Anstoß bringen. Die Ankündigung „Der Pokalschlager!“ auf dem offiziellen Plakat ist noch der zurückhaltendste Ausdruck für das große Pokalspiel.

Und dennoch sieht Matthias Malter seine Mannschaft nicht ohne Chance. Schließlich kennt er eine solche Situation aus „eigener, schmerzhafter Erfahrung“, wie er versichert: „Natürlich sind wir klarer und krasser Außenseiter, aber als Spieler stand ich mit dem damaligen Oberligisten Saarwellingen schon einmal im Saarlandpokalfinale. Am Ende haben wir dann gegen den Landesligisten Großrosseln verloren.“ Und vielleicht gelingt es Malter ja, seine Mannschaft an solche Spiele zu erinnern – an einem Abend, der in Burbach ganz im Zeichen der alten Zeiten steht. Die Konzentration dürfte, anders als gegen Limbach, auf jeden Fall da sein. 
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