Saarland: Aufgrund von mehreren Demonstrationszügen kann es heute im Innenstadtbereich Saarbrücken (u.a. Mainzer Straße, Großherzog-Friedrich-Straße, Kaiserstraße, Viktoriastraße, Eisenbahnstraße, Wilhelm-Heinrich-Brücke) in der Zeit von ca. 15:30h bis 18:30h zu Verkehrsbehinderungen kommen. Ortskundige werden gebeten den Bereich zu umfahren. (15:53)

Priorität: Normal

12°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
12°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

FCS hätte gegen Sandhausen gewinnen können

Sandhausen. Fußball-Drittligist 1. FC Saarbrücken bleibt zwar im vierten Spiel in Folge ohne Sieg – doch die Mannschaft von Trainer Jürgen Luginger zeigte beim 1:1 (0:1) am vergangenen Samstag beim Tabellenführer SV Sandhausen vor allem im zweiten Durchgang eine überragende Leistung. „Es war ein richtig gutes Spiel“, sagte Martin Forkel und Stephan Sieger ergänzte: „Wir haben immer an uns geglaubt, nie aufgegeben und uns diesmal auch dafür belohnt.“

30 Sekunden war die offizielle Spielzeit abgelaufen, als der für Lukas Kohler eingewechselte Ufuk Özbek seine Kollegen und die 1400 FCS-Fans unter den 5340 Zuschauern im Hartdwald-Stadion erlöste. Mit einem Linksschuss überwand er Daniel Ischdonat im SV-Tor zum verdienten 1:1. „Es war wie eine Erlösung, nachdem es in den vergangenen Wochen nicht so gut bei mir lief. Aber der Trainer hat an mich geglaubt und gesagt, dass ich heute mein Tor mache“, freute sich der 19 Jahre alte Türke – und ging zur Tagesordnung über: „Ich habe nur ein Tor für meine Mannschaft gemacht, ich muss jetzt konzentriert weiter arbeiten.“

Özbeks Treffer – er hätte das Siegtor sein können. Doch wie eine Woche zuvor im Spiel bei Wacker Burghausen (0:2) wurde dem FCS ein Tor nicht anerkannt. Christian Eggert hatte in Sandhausen den Ball in der 61. Minute per Fallrückzieher vor das Tor gebracht, Sieger schoss die Kugel unter die Latte. Von dort sprang sie hinter die Linie, dann ins Spielfeld zurück. Siegers Nachschuss parierte Ischdonat.  „Der Ball war drin“, gestand Schiedsrichter Eduard Beidinger aus Regensburg nach dem Betrachten der TV-Bilder: „Ich habe mich auf ein Zeichen meines Linienrichters verlassen.“



Der Spitzenreiter aus Sandhausen war in der 18. Minute in Führung gegangen. Saarbrückens Tim Kruse konnte eine Flanke von David Blacha nicht verhindern. Torwart Enver Marina kam mit den Fingerspitzen an den Ball, der Frank Löning vor die Füße fiel. Er bedankte sich und schoss den Ball unter die Latte.

Bis dahin war die Taktik von FCS-Trainer Luginger aufgegangen. „Wir wollten kompakt stehen und Sicherheit ins Spiel bekommen“, erklärte er. Darum spielte Markus Pazurek auf der Defensiv-Position vor der Abwehr. Sieger rückte auf die Position hinter Stürmer Giuseppe Pisano. Sven Sökler spielte für Johannes Wurtz von Beginn an, Marius Laux musste auf die Bank.

Mark Lerandy hatte nach einer halben Stunde die größte Chance zum 1:1. Doch der FCS-Verteidiger verstolperte den Ball allein im gegnerischen Strafraum. Die Partie war bis zur Pause ausgeglichen, nach dem Wechsel gab es Einbahnstraßen-Fußball in Richtung von Sandhausens Torwart Ischdonat. Doch Pazurek (58. Minute), Lerandy (84.) und der für Sökler eingewechselte Wurtz (89.) brachten den Ball nicht im Tor unter. „Wir haben toll gearbeitet, vor allem nach der Pause“, fand Christian Eggert. Auf der Gegenseite vereitelte Marina bei einem Konter gegen Sandhausens David Ulm (62.) die Vorentscheidung. „Wenn du so spät den Ausgleich machst, kommt es dir wie ein gewonnener Punkt vor“, resümierte FCS-Offensivspieler Manuel Stiefler, „aber eigentlich war hier sogar mehr drin“.
Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein