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FCS kickt Erstligist Werder Bremen mit 3:1 aus dem DFB-Pokal

Logo des FC Saarbrücken

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„Gegen Saarbrücken kann man mal verlieren“, klang es gestern aus den Kehlen der FCS-Fans unter den mehr als 15.000 Zuschauern im Saarbrücker Ludwigsparkstadion. Der Fußball-Drittligist 1. FC Saarbrücken feierte mit dem 3:1 (2:1, 1:1, 1:0) nach Verlängerung gegen Bundesligist Werder Bremen die Sensation in der ersten Runde im DFB-Pokal. Und das hochverdient. Trainer Jürgen Luginger konnte seine Mannschaft nicht genug loben: „Wir haben es läuferisch, von der Aggressivität, aber auch vom taktischen Verhalten dem Gegner ganz schwer gemacht. Ich hatte gesagt, dass gute Mannschaften ein Schlüsselerlebnis brauchen – ich hoffe, dass dieser Erfolg ein solches Erlebnis ist.“

Sein Bremer Kollege Robin Dutt musste sich nach der Pleite im ersten Pflichtspiel für den neuen Arbeitgeber unangenehmen Fragen stellen. „Ich bin enttäuscht, es gibt nichts schön zu reden“, sagte der ehemalige Sportdirektor des Deutschen Fußball-Bundes (DFB): „Ich muss einem verdienten Sieger gratulieren.“ Oder wie Luginger sagte: „Wer jetzt noch die Leistung des 1. FC Saarbrücken schmälert, der hat keine Ahnung von Fußball. Das Spiel war einfach sensationell.“

Luginger hatte den FCS gestern auf vier Positionen gegenüber dem 1:5 in der Liga gegen Holstein Kiel umgestellt. Pascal Pellowski, Tim Stegerer, Thomas Rathgeber und Kapitän Marc Lerandy mussten raus. „Es war doch klar, dass nach zwei Niederlagen was passieren muss“, sagte Luginger und überraschte dennoch: Neben Tim Knipping, Tim Kruse und Serkan Göcer brachte er Philipp Hoffmann aus dem Oberliga-Kader.

Nach 17 Minuten hatten die Saarländer erstmals den Torschrei auf den Lippen. Doch Marcel Ziemer brachte den Ball nicht im Tor unter. Er – wie die gesamte Mannschaft – begeisterte mit einem enormen Laufpensum. „Als Stürmer bist du erster Verteidiger“, sagte Ziemer, der am Samstag 28 Jahre alt wurde, „aber Stürmer werden an Toren gemessen“. Mit dem Halbzeitpfiff brachte jedoch Abwehrchef Nils Fischer den FCS in Führung. Nach einem Freistoß traf er in den Winkel. „Wir können ja auch ein bisschen Fußball spielen“, scherzte Fischer, der nach 75 Minuten wegen seiner Schulterverletzung raus musste.

Da hatte Werder bereits ausgeglichen. Sebastian Prödl nutzte eine der wenigen Unsicherheiten der FCS-Defensive (59. Minute). Doch Saarbrücken spielte unbeirrt weiter. Serkan Göcer (68.), Raffael Korte (71.) und wieder Göcer (90.) scheiterten nach sehenswerten Spielzügen an Bremens Torwart Sebastian Mielitz, der seine Mannschaft in die Verlängerung rettete.

Dort nahm die Sensation ihren Lauf. Der eingewechselte Tim Stegerer hielt aus 22 Metern einfach mal drauf, der Ball wurde abgefälscht und landete im Tor – das 2:1 (107.). Nach Vorarbeit von Göcer und des ebenfalls eingewechselten Philipp Kreuels besorgte Ziemer den 3:1-Endstand (112.) Um 16.56 Uhr beendete Schiedsrichter Robert Kempter die Partie und eröffnete damit die Feierlichkeiten. „Das waren wir unseren Fans schuldig“, sagte Christian Eggert. Nach der kurzen Freude konzentrierte sich Luginger schon auf die kommende Aufgabe: „Wer im Pokal kommt, ist mir egal. Am Samstag spielen wir gegen Elversberg in der Liga. Das wird ein ganz anderes Spiel.“

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