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FCS siegt glücklich gegen RW Erfurt mit 1:0

Die FCS-Fans konnten in Erfurt feiern.

Die FCS-Fans konnten in Erfurt feiern.

Gute Leistungen werden nicht langweilig – herausragende schon gar nicht. Es macht einfach Spaß, Torwart Timo Ochs derzeit zuzuschauen. „Spaß macht es, wenn du gewinnst. Da ist es mir scheißegal, wieviele Bälle ich halte“, sagte der 32-Jährige, der auch beim 1:0 (1:0)-Erfolg des Fußball-Drittligisten 1. FC Saarbrücken bei RW Erfurt der überragende Spieler auf dem Feld war: „Die haben noch vier Mal Latte oder Pfosten getroffen. Da hatten wir auch Glück. Aber das haben wir uns auch erarbeitet“, sagte Ochs.

Zunächst zahlte sich die Arbeit der medizinischen Abteilung aus. Kim Falkenberg und Nils Fischer schafften es in die Startformation, für Thomas Rathgeber reichte es für die Auswechselbank. Doch die Verletzungssorgen der letzten Tage schienen die Mannschaft stärker gemacht zu haben. Julien Humbert spielte in den Lauf von Falkenberg, der passte von der Grundlinie in die Mitte, wo Philipp Hoffmann aus der Drehung das 1:0 für die Gäste markierte. Da waren vier Minuten gespielt. „Natürlich ist es schön, das entscheidende Tor zu schießen“, sagte das Saarbrücker Eigengewächs, der die Erfurter immer wieder vor Probleme stellte: „Die Schnelligkeit ist eine meiner Stärken. Ich habe mich aber auch taktisch verbessert, bin in der 3. Liga angekommen.“

Erfurt, angetrieben von knapp 5000 Zuschauern im Steigerwaldstadion, erhöhte den Druck. „Wir haben gegen eine Mannschaft gewonnen, die mehr Tormöglichkeiten hatte als wir“, gestand auch FCS-Trainer Milan Sasic. Aber der FCS schaffte es auch immer wieder, selbst Nadelstiche zu setzen. Bei Serkan Göcers Schuss musste RWE-Schlussmann Philipp Klewin sein ganzes Können aufbieten (21.).

Nach gut einer halben Stunde musste Francois Marque leicht angeschlagen, aber auch schwer Rot-gefährdet vom Feld. Das hätte auch für Erfurts Ex-Nationalspieler Marco Engelhardt gelten müssen. Dessen böses Foul gegen den für Marque eingewechselten Tim Stegerer übersah Schiedsrichter Steffen Mix völlig. Dass sich über die Aktion des Ex-Kaiserslauterers Engelhardt auf dem Weg in die Kabine eine heftige Rangelei entzündete, tat Sasic anschließend ab als „Männersport. Da gibt es Emotionen.“

Emotionsgeladen ging es auch im zweiten Durchgang weiter, in dem die Gäste kopflos anrennende Hausherren immer besser in den Griff bekamen. Ochs wurde nun immer seltener gefordert, Julien Humbert wurde von Minute zu Minute sicherer. Der Franzose machte gegen seinen Ex-Verein das vielleicht beste Spiel für den FCS – nicht erst seit seiner Rückkehr. „Ich habe einfach versucht, alles für die Mannschaft zu geben“, sagte Humbert.

Saarbrücken hätte bei konsequenterem Ausspielen der Kontermöglichkeiten durch Hoffmann (78.) und Vito Plut (79.) das Spiel schon vorzeitig entscheiden können, zitterte so einen glücklichen, aber nicht unverdienten Erfolg über die Zeit. „Gestern konnten einige Spieler nicht laufen, heute sind sie 90 Minuten gelaufen“, hob Sasic hervor: „Angesichts dieser Umstände ein Riesenkompliment an die Truppe.“
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