L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

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FCS spielt gegen Ex-Trainer Bommer

Burghausen. Die Geschehnisse am 3. und 4. Mai 2006 sind ein Mythos in der Geschichte des 1. FC Saarbrückens. Am drittletzten Spieltag der 2. Bundesliga lag der FCS zur Pause 0:2 gegen Kickers Offenbach zurück. Der damalige Präsident Hartmut Ostermann soll daraufhin von seinem Tribünenplatz in die Kabine des Ludwigspark-Stadions hinabgestiegen sein. In der Dusche soll Ostermann den Trainer gedrängt haben, Tamandani Nsaliwa auszuwechseln. Der Übungsleiter ließ den Abwehrspieler weiterspielen – und war am nächsten Tag arbeitslos. Der FCS unterlag mit 0:4 und stieg zu Saisonende in die Regionalliga ab.

Keine Probleme mit dem FCS

Trainer in Saarbrücken damals war Rudi Bommer. Ihn trifft der FCS morgen wieder, wenn der Fußball-Drittligist um 14 Uhr bei Bommers Club Wacker Burghausen antreten muss. „Ich habe keine Probleme mehr mit dem FCS und seinen Verantwortlichen“, sagt der 54-jährige Fußball-Lehrer heute, „die Trennung liegt einige Zeit zurück. Alle Unstimmigkeiten wurden schon längst aus der Welt geschaffen“.

 Nicht aus der Welt, aber aus der 3. Liga war Wacker 2009 und 2011 sportlich abgestiegen, blieb nur wegen der wirtschaftlichen Probleme anderer Vereine in der Spielklasse. 2010 reichte es nur zu Rang 17. Mit Bommer, der vor der Saison kam, hoffen viele Fans des Clubs von der österreichischen Grenze, an die „große Vergangenheit“ anknüpfen zu können. 2002 war Bommer mit Wacker in die 2. Liga aufgestiegen.  „Die Mannschaften von damals und heute trennen aktuell 13 Tabellenplätze“, sagt er und lacht: „Aber im Ernst: Das Team und die Situation kann man mit den heutigen Rahmenbedingungen kaum vergleichen.“



Burghausen ist sicher stärker, als es der 14. Tabellenplatz vermuten lässt. Wacker hat wie der FCS erst zwei Niederlagen in dieser Saison kassiert. Allerdings reichte es für die Bayern in nur zwei Spielen zum Sieg. „Mit ein wenig mehr Glück und Konzentration hätten wir vier Punkte mehr auf dem Konto“, sagt der Trainer der Burghausener Remis-Könige, „wir haben eine starkes Team, auch der Zusammenhalt stimmt. Gegen uns muss jeder Gegner bis zum Schlusspfiff hoch konzentriert zu Werke gehen“.

Senesie gesperrt

Wie man das macht, hat der SV Sandhausen vergangenes Wochenende aufgezeigt. Wacker verlor beim Tabellenführer mit 1:3 – und seinen Schlüsselspieler Sahr Senesie mit Platzverweis wegen Meckerns. „Der Ausfall wiegt natürlich schwer. Sahr hat mit seinen zwei Toren beim 3:3 bei RW Erfurt im Spiel davor gezeigt, dass er immer besser in Tritt kommt“, sagt Bommer verärgert über seinen Stürmer, der vor der Saison vom FC Homburg kam, „eine derartige Gelb-Rote Karte darf nicht mehr vorkommen“.

Bommer hofft dennoch auf einen Sieg, auch wenn er damit seiner liebsten Erinnerung weh tun würde: „Ich erinnere mich sehr gerne an die leidenschaftlichen Saarbrücker Fans, die das Team immer lautstark nach vorne getrieben haben.“ Und die haben Bommer und die Tage im Mai 2006 auch nicht vergessen. Das ist sicher.
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