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FCS trotzt Tabellenführer Waldhof Mannheim ein 1:1 ab

Der Drops ist wohl gelutscht. Zwar zeigte Fußball-Regionalligist 1. FC Saarbrücken am Samstag im Heimspiel gegen Waldhof Mannheim eine ordentliche Leistung, musste aber beim 1:1 (1:1) eingestehen, dass der Tabellenführer eine höhere Qualität hat. „Am Ende konnten wir froh sein“, sagte FCS-Stürmer Kevin Behrens, „es war ein gewonnener Punkt.“

Im Januar mit einem kleidsamen Pferdeschwanz nach Saarbrücken gekommen, war Behrens am Samstag auch wegen der neuen Kurzhaarfrisur einer der wenigen Hingucker beim FCS. „Das war eine spontane Idee am Freitag nach dem Training. Ich bin zu Mounir Chaftar gegangen, der seine Maschine immer dabei hat, und er hat mir die Haare geschnitten“, erzählte der 25-Jährige. Mit seiner schnellen Spielauffassung leitete er vor 4249 Zuschauern im Völklinger Hermann-Neuberger-Stadion den Ausgleich in der 42. Minute ein: „Ich stand halt da, habe mir vom Balljungen den Ball geben lassen und eingeworfen. Sven Sökler hat dann scharf nach innen gespielt.“ Waldhofs Jonas Strifler beförderte den Ball dann zum 1:1 ins eigene Tor. Giuseppe Burgio hatte die Gäste sechs Minuten zuvor in Führung gebracht.

Direkt nach dem Seitenwechsel hatte Behrens das 2:1 auf dem Fuß, scheiterte aber an Torwart Markus Scholz. „Beim letzten Kontakt habe ich mir den Ball zu weit vorgelegt, dann war der Winkel zu spitz“, sagte der Stürmer, „natürlich ärgert mich das, denn wir hatten in der zweiten Halbzeit sonst keine Chance mehr.“

Das gilt nach der Punkteteilung wohl auch für den Kampf um die Relegationsplätze. Waldhof dürfte nicht nur nach den Eindrücken von Samstag die beste Mannschaft der Liga sein. Und dass Eintracht Trier , die SV Elversberg und Kickers Offenbach so oft patzen, dass der FCS noch vorbeiziehen könnte, ist wohl Träumerei. So kann der FCS für die nächste Regionalliga-Saison planen.

Behrens' Vertrag läuft zum Saisonende aus. Er betreibt derzeit Werbung in eigener Sache: „Ich hatte seit Oktober kein Pflichtspiel mehr gemacht. Da fehlte der Rhythmus und das Selbstbewusstsein.“ FCS-Trainer Taifour Diane steht auf den bulligen Angreifer: „Er ist ein guter Junge, macht viele Wege und arbeitet hart für die Mannschaft. Er ist eine gute Bereicherung und im Moment im Sturm gesetzt.“

Die Unterstützung ausgesetzt hatten am Samstag weite Teile der FCS-Anhängerschaft. Sie protestierten damit gegen von Polizei und Stadtverwaltung verhängte Betretungsverbote für einige. Und es drohen weitere Strafen. Im Umfeld des Spiels soll es zu Beleidigungen, Sachbeschädigungen, Einsatz von Pyrotechnik, Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz und Körperverletzungen gekommen sein. Der zuständige Einsatzleiter war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Indes sollen nach SZ-Infos am Samstagmorgen Anhänger des 1. FC Kaiserslautern FCS-Fans angegriffen haben. Dabei sei auch eine Autoscheibe zu Bruch gegangen.
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