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FCS verkleinert Kader: Kohler, Deville, Schäfer und Schneider aussortiert

 Fußball-Drittligist 1. FC Saarbrücken hat seinen Kader für den Abstiegskampf reduziert.

Fußball-Drittligist 1. FC Saarbrücken hat seinen Kader für den Abstiegskampf reduziert.

Fußball-Drittligist 1. FC Saarbrücken hat im Abstiegskampf sein Aufgebot verkleinert. Den Nachwuchsspielern Jaron Schäfer und Artur Schneider, aber auch den Neuzugängen Maurice Deville (kam im Sommer von der SV Elversberg) und Lukas Kohler (kam im Winter als Leihgabe vom 1. FC Heidenheim) wurde mitgeteilt, dass sie ab sofort „in den Trainings- und Spielbetrieb der U 23 eingegliedert“ werden. „Diese Personalentscheidungen, die uns allen sehr schwer gefallen sind, waren unumgänglich, um uns noch gezielter auf die nächsten Gegner vorzubereiten, was mit einem zu großen Aufgebot nicht gewährleistet ist“, sagte Cheftrainer Fuat Kilic.

Ein Schlag ins Gesicht vor allem für Kohler. „Ich bin zurückgekommen, um dem Verein zu helfen“, hatte der St. Ingberter im Januar gesagt – doch seine Einsätze verliefen zumindest unglücklich. Beim 1:3 bei der SV Elversberg kreideten ihm viele das 0:1 an, als er den Torschützen Milad Salem zu zögerlich attackierte. Beim VfL Osnabrück (0:4) soll sich Kohler nicht an die besprochene Zuteilung bei Standardsituationen gehalten haben. Auch darum musste er beim 1:0-Sieg gegen die Spvgg. Unterhaching zusehen. In Heidenheim (1:2) kam er zur Pause für den defensiv enttäuschenden Taku Ishihara und war an spielentscheidenden Situationen maßgeblich beteiligt.

„Vor dem 0:2 kommen wir vorne nicht zum Abschluss und werden dann unnötig ausgekontert“, schimpfte Kilic, ohne Namen zu nennen. Kohler hatte den Ball am gegnerischen Strafraum im Dribbling verloren, statt einen Torschuss anzubringen. „Mit Hacke, Spitze eins, zwei, drei geht es im Abstiegskampf nicht“, haderte Kilic in Richtung Kohler, der kurz vor dem Abpfiff versucht hatte, eine Hereingabe von Vito Plut mit der Hacke über die Torlinie zu befördern. Aus Kreisen der Mannschaft war zu vernehmen, Kohler sehe sich als Sündenbock. Für eine Stellungnahme war er gestern wie seine aussortierten Kollegen nicht zu erreichen.

Der luxemburgische Nationalspieler Deville war vor der Saison als dritter Stürmer hinter Marcel Ziemer und Thomas Rathgeber geholt worden, sollte aufgebaut werden, sich in Ruhe weiterentwickeln. Der Ex-Elversberger kam auf zwölf Drittliga-Einsätze für den FCS, erzielte dabei zwei Tore. Für die Talente Schneider (acht Drittliga-Einsätze über zusammen 185 Minuten) und Schäfer (zwei Einsätze über insgesamt 51 Minuten) war eigentlich schon mit den zahlreichen Neuverpflichtungen in der Winterpause abzusehen, dass sie in dieser Saison nicht mehr sehr viel Spielzeit bekommen werden.

Nach SZ-Informationen hatte Regionalligist SVN Zweibrücken in der Winterpause großes Interesse, Schäfer auszuleihen. Maurice Devilles Vater Franck soll mit den Verantwortlichen der SV Elversberg im Winter Gespräche über eine mögliche Rückkehr seines Sohnes an die Kaiserlinde geführt haben. Beides kam nicht zustande. Kohler ist bis zum Saisonende vom 1. FC Heidenheim ausgeliehen, kann danach zurückkehren. Auch Schneiders Vertrag mit dem FCS geht nur bis 30. Juni. Schäfer und Deville haben bis 2015 unterschrieben. Ob ihre Verträge auch für die Regionalliga gelten, ist nicht bekannt. Mit einem Abstieg will sich Trainer Kilic ohnehin nicht beschäftigen: „Der Klassenverbleib ist ein ganz großes Ziel, dem wir alles andere unterordnen.“

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