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FCS verkündet offiziell Amtsübernahme von Ostermann als Präsident

Hartmut Ostermann ist wieder FCS-Präsident.

Hartmut Ostermann ist wieder FCS-Präsident.

Er hatte die Wahl. Hartmut Ostermann hätte Aufsichtsrats-Vorsitzender oder Präsident beim 1. FC Saarbrücken werden können. Beide Posten wurden dem 61-jährigen Unternehmer von den bisherigen Amtsinhabern Reinhard Klimmt und Paul Borgard angeboten. Ostermann, fast eineinhalb Jahrzehnte Hauptsponsor des FCS, entschied sich am Montag für eine Rückkehr ins Präsidentenamt (wir berichteten). Über seine Beweggründe will er „zu gegebener Zeit“ Auskunft geben. „Ich bitte da um Verständnis“, sagte der neue, alte Präsident am Dienstag, „erstmal müssen wir alles dafür tun, dass wir Punkte holen. Der Sport steht immer im Mittelpunkt.“ Über alles andere wolle er sich erst einen Überblick verschaffen.

Die Schmähgesänge während seiner ersten Amtszeit und den Fanprotesten mit Sarg vor dem Hotel am Deutsch-Französischen- Garten hat der Unternehmer nicht vergessen. Dennoch hat er sich wieder vor den Karren gespannt. Man habe Ostermann aber überzeugen müssen, sagte Klimmt, „und auch seine Familie. Er hat es nicht unbedingt gewollt.“ Der Wechsel auf dem Präsidentenstuhl ist der Höhepunkt der turbulenten letzten Wochen. Ostermann fehlte gestern auf der Pressekonferenz anlässlich seiner Amtsübernahme ebenso wie Milan Sasic bei dessen Präsentation als neuer Trainer. Ostermann war wegen eines geschäftlichen Termins in Frankfurt, teilte ein Victor’s-Sprecher mit; es sei ja nicht abzusehen gewesen, dass es zu dieser Amtsübernahme kommt.

So erscheinen derzeit nur die, die ihren Job los sind – wie zuletzt Ex-Trainer Jürgen Luginger bei dessen Beurlaubung oder jetzt Ex-Präsident Paul Borgard bei der Begründung seines Rückzuges. „Ich habe dem Verein gedient“, sagte Borgard, „es hat nicht immer Spaß gemacht, aber es gab auch schöne Momente.“ Der sonst immer moderate Borgard konnte sich einen Seitenhieb nicht verkneifen: „Einige von denen, die jetzt wieder um Karten für das Pokalspiel gegen Borussia Dortmund bitten, haben uns im Regen stehen lassen, als wir ein Anliegen hatten.“ Sein Entschluss, die Führungsrolle abzugeben, habe nichts mit der sportlichen Situation zu tun. „Ich hätte nicht im Traum daran geglaubt, dass Hartmut Ostermann wieder Präsident des FCS sein wird“, sagte der 65-Jährige Borgard, „er ist jetzt wieder der führende Mann in unserem Verein. Dafür bin ich sehr dankbar.“

Ostermann soll mit Vize-Präsident Harald Ebertz und Schatzmeister Dieter Weller auch nach der Mitgliederversammlung – am 19. November in der Congresshalle – die Geschicke führen. So will es der 71-jährige Vorsitzende des Aufsichtsrates. Borgard soll in dieses Gremium gewählt werden. „Wir haben ihn kooptiert. Er hat Sitz, aber kein Stimmrecht“, erklärte Klimmt, der selbst auch für eine weitere Amtsperiode zur Verfügung stehen will: „Ich gehe davon aus, dass wir uns bei der Mitgliederversammlung gemeinsam zur Wahl stellen.“ Der jetzt vollzogene Wechsel sei ein Teil der von Klimmt angekündigten „neuen Ära für den Verein, die mit der unumkehrlichen Entscheidung zur Ertüchtigung des Stadions untrennbar verbunden ist.“ Man wolle den Verein weiter professionalisieren – im Bereich Marketing und mit einem Sportdirektor.
 

AM RANDE

Für das DFB-Pokal-Achtelfinale gegen Borussia Dortmund (3. oder 4. Dezember) sind in der Geschäftsstelle des 1. FC Saarbrücken bereits zahllose Kartenanfragen eingegangen. „Das Spiel ist noch nicht endgültig terminiert, darum auch noch keine Absprache mit Borussia Dortmund getroffen“, bat FCS-Pressesprecher Christoph Heiser um Verständnis, dass Kartenwünsche vorerst nicht befriedigt werden können: „Wir werden dann schnellstmöglich über die Vergabemodalitäten informieren.“ Vor dem Drittliga-Spiel bei Hansa Rostock (Freitag, 19 Uhr) hat sich die Personallage weiter verschärft. Maurice Deville fällt wegen anhaltender muskulärer Probleme aus, Thomas Rathgeber musste das Training gestern wegen Schmerzen im Sprunggelenk abbrechen. Sein Einsatz ist fraglich. cor

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