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FCS zeigt gute Leistung gegen Metz

Dillingen. Enver Marina verließ am Samstag das Feld im Dillinger Parkstadion mit einem breiten Lächeln im Gesicht. Der Torhüter des Fußball-Drittligisten 1. FC Saarbrücken war mit dem 1:1 (1:1)-Unentschieden im Test gegen den französischen Zweitligisten FC Metz durchaus zufrieden. „Für mich war es wichtig, dass ich nach meiner Zerrung heute wieder spielen konnte“, sagte der Albaner, der sich gegen die SSV Wellesweiler verletzt hatte. „Es fehlt noch ein bisschen die Abstimmung mit den Verteidigern, aber das wird noch.“

Vier Mal war Marina vor der Pause gefordert, vier Mal reagierte die Nummer eins des FCS großartig. Vor allem bei einem Schuss von Matthieu Duhamel (28. Minute) aus zwölf Metern und einem sehenswerten Drehschuss von Haquin (31.) zeigte Marina seine Klasse. Beim 1:1 (41.), einem trockenen Schuss von der Strafraumgrenze von Oumar N’Diaye, gab es dagegen nichts zu halten.

Christian Eggert zeigte in der Innenverteidigung in der ersten Halbzeit, warum Trainer Jürgen Luginger ihn geholt hat. „Man merkt seine Erfahrung“, sagte Luginger, „er dirigiert, spricht viel mit den Mitspielern. Genau daran müssen wir auch noch arbeiten.“ Nach zwei Wochen, in denen konditionelle Grundlagen Hauptbestandteil der Trainingsarbeit waren, begannen beim FCS eine Station vor der Abwehr die Probleme. Auch Tim Kruse deutete seine Möglichkeiten an, offenbarte aber noch Abstimmungsschwierigkeiten in der Spieleröffnung. „Der Abstieg mit Oberhausen hatte mich schon runtergezogen, und ich habe Zeit gebraucht“, gestand der Neuzugang, „jetzt merke ich jeden Tag mehr, in welcher Riesentruppe ich da angekommen bin. Aber wir sind noch in der Kennenlernphase.“

Phasenweise funktionierte das schnelle und direkte Kombinationsspiel bereits, doch der Führungstreffer fiel nach einem Eckball. Den führte Sven Sökler (ihm waren die harten Einheiten der letzten Tage anzumerken) aus, Stephan Sieger (er trug vor 1000 Zuschauern die Kapitänsbinde) verlängerte, und Marc Lerandy drückte den Ball am zweiten Pfosten über die Linie – 1:0 (20.). Eine Viertelstunde später verweigerte Schiedsrichter Robert Kampka (Mainz) dem FCS einen klaren Strafstoß. Ufuk Özbek war in den Strafraum eingedrungen, Verteidiger Bruce Abdoulaye hatte den Ball beim Grätschen klar mit der Hand mitgenommen.

Testspieler Robert Williams (bislang BC Cloppenburg) durfte eine Halbzeit Werbung in eigener Sache machen – was misslang. „Er wird uns nicht verstärken“, fiel das Urteil von Trainer Luginger deutlich aus.
Bereits am Mittwoch steht der nächste Härtetest für den FCS auf dem Programm. Um 18.30 Uhr geht es im Ludwigspark gegen Bundesligist Borussia Mönchengladbach.


Hintergrund
Dieter Ferner, sportlicher Leiter des 1. FC Saarbrücken, war stinksauer. Nicht über das 1:1 des FCS gegen den FC Metz, sondern über die Begleiterscheinungen im Dillinger Parkstadion. „Jetzt muss man schon überlegen, gegen wen man Testspiele abmacht“, sagte Ferner, „das kann so nicht weitergehen.“ Schon vor dem Spiel hatten Metzer Chaoten Saarbrücker Anhänger angegriffen. Kurz nach der Halbzeit „revanchierten“ sich etwa 50 gewaltbereite Saarbrücker und bewarfen die Metzer von außerhalb des Stadions mit Flaschen und anderen Gegenständen. Die Polizei musste einschreiten, ein mutmaßlicher Werfer wurde in Gewahrsam genommen, ein Beamter verletzt.
„Nach dem Spiel haben wir die französischen Gäste bis zur Grenze geleitet“, erklärte Klaus Ney, Einsatzleiter von rund 100 Beamten, im Anschluss des Spiels, das eigentlich in Stiring-Wendel ausgetragen werden sollte und wegen Sicherheitsbedenken ins Parkstadion verlegt wurde. Denn Teile der FCS-Fans leben eine Fanfreundschaft mit AS Nancy – die wiederum sind Erzrivalen des FC Metz. cor
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