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FDP legt als einzige Partei bei Mitgliederzahlen zu: Leichte Verluste bei Grünen und SPD

Saarbrücken. Die FDP ist die einzige Partei im Saarland, die in den vergangenen zwölf Monaten Mitglieder hinzugewinnen konnte. Wie die Partei der SZ auf Anfrage mitteilte, stieg die Mitgliederzahl seit Mitte 2009 von 1724 auf heute 1882. Das entspricht einem stattlichen Zuwachs von 9,16 Prozent. Bei den Saar-Liberalen setzt sich damit die Aufwärtstendenz der Vorjahre ungebrochen fort. Zur Erinnerung: Im Jahr 2001 hatte ihre Mitgliederzahl 1207 betragen.

Demnach konnten in den vergangenen zwölf Monaten weder monatelange interne Querelen, die es vor dem letzten FDP-Landesparteitag gegeben hatte, noch ein Rekordtief der FDP in bundesweiten Meinungsumfragen den Höhenflug der Saar-Liberalen stoppen. Auch ein von der Opposition im Landtag eingesetzter Untersuchungsausschuss wegen des Vorwurfs, der FDP-Politiker und Unternehmer Hartmut Ostermann habe sich die Jamaika-Koalition nach der Wahl "zusammengekauft", prallte scheinbar folgenlos an der Partei ab.

Weniger gut schneiden indes die anderen Parteien der Jamaika-Koalition ab. Die Entwicklung der Grünen verläuft in gewisser Hinsicht spiegelverkehrt zu der der Liberalen. Während die Grünen bei bundesweiten Umfragen einen Höhenflug ohnegleichen erleben und dort zwischen 15 und 18 Prozent rangieren, verlieren sie im Saarland - wenn auch geringfügig - Mitglieder. Deren Zahl ging von 1254 Ende Juni 2009 auf 1232 ein Jahr später zurück, was einem Rückgang um 1,75 Prozent entspricht. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass die Saar-Grünen schon mal besser dastanden: Ende 1998 hatten sie noch 2039 Mitglieder.



Auch bei den Christdemokraten backt man zurzeit kleinere Brötchen. Ihre Mitgliederzahl im Saarland ging von 20 570 Ende Juni 2009 auf 20 085 ein Jahr später zurück, was einem Rückgang um 2,36 Prozent entspricht. Damit droht der Partei in den nächsten Monaten sogar der Fall unter die "magische Marke" von 20 000 Mitgliedern. Zum Vergleich: Ende 1990 hatte die Partei an der Saar noch 26 142 Mitglieder. Seither ging es langsam, aber ziemlich stetig bergab.

Nachdem die CDU auf Bundesebene bereits im Jahr 2008 die SPD als mitgliederstärkste Partei hatte überholen können, ist sie davon im Saarland weit entfernt. Im Gegenteil: Der Abstand zugunsten der Sozialdemokraten wird zurzeit sogar wieder etwas größer. Die SPD verlor zwar auch Mitglieder, aber eben etwas weniger: 21 238 Sozialdemokraten gab es Ende Juni im Saarland, nachdem es ein Jahr zuvor 21 632 gewesen waren. Das bedeutet einen Rückgang um 1,82 Prozent.

Die Saar-Genossen hatten allerdings davor weit Schlimmeres erlebt: Im Jahr 2008 hatten sie ein jährliches Minus von 4,6 Prozent verzeichnet. In 2007 - dem Jahr, in dem die Rente mit 67 beschlossen wurde - betrug der Verlust an Mitgliedern 7,7 Prozent. In 2004 - dem Jahr, in dem die Austrittswelle nach Verabschiedung der Hartz-IV-Reform ihren Höhepunkt erreichte - hatte der jährliche Aderlass sogar satte 8,3 Prozent betragen.

Einen regelrechten Absturz erlebt derzeit die Linke im Anschluss an eine Karteibereinigung (wir berichteten). Die Partei strich kürzlich alle Mitglieder aus der Kartei, die keine Beiträge bezahlten, obgleich sie nicht als soziale Härtefälle gelten. Das Ergebnis war ein Rückgang der Mitgliederzahl von 3431 Ende Juni 2009 auf 2519 ein Jahr danach.
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