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Facebook ändert nichts an Internet-Angebot

Saarbrücken/Hamburg. Die Hoffnung von Saar-Innenminister Stephan Toscani (CDU), dass die Facebook Deutschland GmbH in Hamburg ihren Internet-Auftritt verändert, hat gestern einen Dämpfer bekommen. Eine Sprecherin der Gesellschaft Facebook Deutschland, die nach eigenen Angaben mehr als 20 Millionen Nutzer allein in Deutschland hat, sagte der Saarbrücker Zeitung auf Anfrage, dass man auf die Kompetenz der Nutzer vertraue. „Wichtig ist, dass die Nutzer die Einstellungsmöglichkeiten, die Facebook bietet, beachten und nutzen. Wenn jemand auf Facebook eine Veranstaltung erstellt, so erscheint dort deutlich: ,Jeder kann die Veranstaltung sehen und für sie zu-/absagen (öffentliche Veranstaltung)´. Wenn Nutzer das Häkchen bestehen lassen, so ist es eine öffentliche Veranstaltung, deren Inhalt jeder sehen und darauf reagieren kann“, betonte die Sprecherin. Toscani hatte gefordert, dass Facebook das voreingestellte Häkchen für die öffentliche Einladung löscht. Hintergrund ist die Einladung eines Jugendlichen aus Numborn via Facebook, der am vergangenen Samstag etwa 2000 Menschen gefolgt waren. Der Jugendliche hatte angegeben, die Groß-Einladung sei irrtümlich geschehen.  Die „Party“ war ausgeartet, es gab Randale, die Polizei nahm 69 Personen fest, die Kosten betragen laut Polizei mindestens 165 000 Euro, eine Konferenz von Polizei und Ordnungsbehörden unter Federführung Toscanis soll jetzt über Haftungsfragen, Bußgelder und Regressansprüche beraten (die SZ berichtete).



Der Schutz von Jugendlichen habe für Facebook höchste Priorität, betonte die Facebook-Sprecherin. „An dieser Stelle gibt es bei Facebook keinerlei Spielraum“, sagte sie. Für Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren gelten demnach auf Facebook verschärfte Sicherheitsvorkehrungen, um den Datenaustausch zu schützen. Im Prinzip sei Facebook eine „neutrale Plattform“, die viele menschliche Kontakte ermögliche. Die Sprecherin verwies auf die virtuelle Menschenkette als Zeichen der Solidarität mit den Opfern des Massenmörders Anders Behring Breivik, die sich gestern blitzartig unter Facebook-Nutzern verbreitete. dik
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