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Fackelübergabe beim EVS - Neuer Chef verzichtet auf Zaster

Die Bürgermeister sind bei der Suche nach einem neuen Geschäftsführer des Entsorgungsverbandes Saar (EVS) fündig geworden. Nach SZ-Informationen soll der derzeitige Staatssekretär im Innenministerium, Georg Jungmann (CDU), die Position zum 1. Januar 2015 übernehmen. Der Vertrag von Amtsinhaber Heribert Gisch (CDU) – er ist einer von zwei EVS-Chefs – läuft Ende des Jahres aus. Das Vorschlagsrecht für die Nachfolge liegt bei den CDU-Bürgermeistern, die sich einmütig für Jungmann ausgesprochen haben. Dem Vernehmen nach soll er seine Bewerbung nach Ablauf der Frist nachgereicht haben, was rechtlich möglich ist.

Die Wahl in der EVS-Versammlung im September gilt als Formsache. „Mich reizt es, etwas Neues zu machen“, sagte Jungmann, den bis zuletzt niemand auf der Rechnung hatte, der SZ. Nach fünf Jahren im Innenministerium mit Sechs- bis Sieben-Tage-Wochen bedeute ein Berufswechsel auch mehr Lebensqualität an den Wochenenden. Im Falle seiner Wahl werde er „unvoreingenommen“ an seine neue Aufgabe herangehen. Mit EVS-Fragen sei er seit 30 Jahren befasst, unter anderem als Mitglied des Saarlouiser Stadtrates, in dem er vor wenigen Wochen erst ein informelles Bündnis mit den Grünen geschmiedet hatte. Jungmann ist seit 2009 Staatssekretär im Innenministerium.

1999 wurde der gelernte Zollbeamte, der bis dahin führende Ämter bei Zollbehörden im Saarland bekleidet hatte, erstmals in den Landtag gewählt. Als EVS-Geschäftsführer würde Jungmann weniger verdienen als in seiner bisherigen Funktion: Ein Staatssekretär bezieht ein Gehalt der Besoldungsgruppe B 8, was 8825 Euro brutto im Monat entspricht. EVS-Geschäftsführer erhalten künftig ein Gehalt der Stufe B 5 (7566 Euro). Eine Entscheidung über Jungmanns Nachfolge als Staatssekretär soll Ende des Jahres fallen. Gerüchten zufolge könnte die Wahl auf Polizeipräsident Norbert Rupp, ein CDU-Mitglied, oder die St. Wendeler CDU-Abgeordnete Ruth Meyer fallen. In Parteikreisen wird auch darüber spekuliert, dass Jungmanns Rückzug Anlass zu einer Kabinettsumbildung sein könnte. Dies wird aber nicht bestätigt.
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