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Fall Pascal: Ex-Angeklagte und Tosaklause-Wirtin Christa W. gibt der Polizei neuen Hinweis

Von SZ-Redakteur Michael Jungmann

Saarbrücken. Im Fall um den seit fast neun Jahren spurlos verschwundenen Pascal Zimmer hat jetzt die Ex-Hauptangeklagte Christa W. über ihren Saarbrücker Anwalt Walter Teusch der Polizei einen Hinweis auf einen angeblichen Tatverdächtigen gegeben. Dies bestätigte Polizeisprecher Georg Himbert gestern. Die frühere Wirtin der Tosa-Klause soll deshalb nächste Woche als Zeugin vernommen werden. Himbert: „Wir werden ein Vernehmungsteam aufstellen und Frau W. zu ihren Angaben befragen.“

Rechtsanwalt Teusch bestätigte, er habe den Ermittlern schriftlich von einem Gespräch seiner Mandantin mit einem namentlich Bekannten auf der Straße in Saarbrücken-Burbach berichtet. Der Mann habe bei dieser Gelegenheit erklärt, in der Homosexuellen-Szene sei doch bekannt, wer den damals fünfjährigen Pascal getötet habe. In dem Gespräch sei auch ein Name genannt worden. Pascal sei angeblich am Tag seines Verschwindens in Burbach in eine Wohnung gelockt worden. Dort sei ihm „etwas in ein Getränk“ gemischt worden. Das Kind sei dann missbraucht und getötet worden.

Christa W. war im September 2007 vom Saarbrücker Schwurgericht nach einem fast dreijährigen Prozess-Marathon mit weiteren elf Angeklagten aus Mangel an Beweisen freigesprochen worden. Das Urteil ist rechtskräftig. Die Staatsanwaltschaft hatte den acht Männern und vier Frauen die Ermordung des Jungen, Kindesmissbrauch oder Beihilfe zu diesen Taten vorgeworfen. Die Anklage war davon ausgegangen, dass Pascal am 30. September 2001 in einer Abstellkammer der „Tosa-Klause“ in Burbach vergewaltigt und umgebracht wurde.

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