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Fall Tanja Gräff: Ermittlungen stehen vor dem Abschluss

Die sterblichen Überreste von Tanja Gräff waren am Fuß der 50 Meter hohen roten Felsen gefunden worden. Foto: Reichert/dpa</p>

Die sterblichen Überreste von Tanja Gräff waren am Fuß der 50 Meter hohen roten Felsen gefunden worden. Foto: Reichert/dpa

Fiel Tanja Gräff im Juni 2007 einem Verbrechen zum Opfer? Oder war ihr Sturz von den roten Felsen im Trierer Stadtteil Pallien ein Unglück?

Bis Anfang nächsten Jahres sollen die Ermittlungen im Fall Tanja Gräff nach Angaben von Triers Leitendem Oberstaatsanwalt Peter Fritzen voraussichtlich abgeschlossen sein. Viel mehr gibt der Chef-Ermittler allerdings nicht preis – damit es nicht zu voreiligen Schlussfolgerungen komme, wie Fritzen unserer Zeitung sagt.

Derzeit wartet die Staatsanwaltschaft noch auf die angekündigte Stellungnahme von Rechtsanwalt Detlef Böhm, der die Interessen von Tanjas Mutter Waltraud Gräff vertritt. In den vergangenen Monaten durften sie die Akten der Sonderkommission einsehen. Für Anfang nächster Woche kündigte Böhm seine Stellungnahme an. Darin werde es „drei, vier Punkte geben, in denen wir Nachermittlungen anregen“, sagte der Jurist gestern unserer Zeitung. „Wir hätten das gerne. Mal sehen, ob die Staatsanwaltschaft dem folgt.“ Welche Punkte das sind, wollte Böhm nicht sagen.

Der Fall der 2007 unter mysteriösen Umständen vom Sommerfest der Trierer Hochschule verschwundenen Studentin Tanja Gräff machte bundesweit Schlagzeilen. Die sterblichen Überreste der jungen Frau waren erst im Mai vergangenen Jahres durch Zufall bei Rodungsarbeiten am Fuß der roten Felsen – unweit der Hochschule – entdeckt worden. Nach dem Gutachten des Mainzer Rechtsmediziners Reinhard Urban starb Tanja Gräff an den Folgen des Sturzes. Urban fand keinerlei Anzeichen dafür, dass die junge Frau einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist. Aber er konnte auch nicht ausschließen, dass Tanja damals in den Tod gestoßen wurde. An diesem Sachstand hat sich nach Informationen unserer Zeitung auch in den vergangenen Monaten nichts geändert.

Die Wahrscheinlichkeit, dass die Hintergründe des Todes der jungen Frau nie zweifelsfrei geklärt werden können, ist somit hoch.

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