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Falsche Fotos: Peinliche Panne der Sparkasse bei Suche nach Betrügern

Die Fahndungsmeldung, die die Polizei Mitte Oktober an die Medien schickte, war kurz und knapp: „Eine bisher unbekannte Täterin hat am Freitag, 9. August, in Saarbrücken-Bübingen mit zuvor gestohlenen EC-Karten Geld abgehoben. Die Frau ließ sich zwischen 18.32 Uhr und 18.35 Uhr am Geldautomaten der Sparkasse Saarbrücken insgesamt 595 Euro auszahlen.“

Die Ermittler schickten ein Foto der Videoüberwachung mit, das eine junge Frau zeigte, und baten um Hinweise zu deren Identität. Nur wenige Stunden später rief die Kripo diese Öffentlichkeitsfahndung zurück. Die Begründung: Die Sparkasse habe ein falsches Foto geliefert. Zwischenzeitlich kursierte das Bild der Frau, die nur etwas Bargeld von ihrem eigenen Konto am Automaten abgehoben hatte, bereits auf mehreren Internetseiten und in sozialen Netzwerken. Erst vier Wochen zuvor hatten die Ermittler einen ähnlichen Fahndungsaufruf gestartet und ihn dann am nächsten Tag, als das Überwachungsfoto in Zeitungen veröffentlicht war, wieder zurückgezogen. Auch hier war die Sparkasse in Bübingen betroffen.

Die Kripo verwies auf Nachfrage an die Sparkasse Saarbrücken, die das Bildmaterial für diese zwei Fahndungen auf entsprechende Bitten zur Verfügung gestellt hatte. Wie kann es passieren, dass die Bank den Fahndern Fotos von unbeteiligten Kundinnen liefert? Sparkassen-Pressesprecher Bernd Heinrichs bestätigte gegenüber der Saarbrücker Zeitung die „peinliche Panne“ und verspricht: „Das wird nicht wieder passieren!“ Mit der Polizei seien zusätzliche Sicherheitsmechanismen besprochen. Die aktuellen Fälle seien auf „menschliches Versagen“ zurückzuführen. Interne Untersuchungen hätten ergeben, dass die Zeiterfassung der Videoüberwachung im Vorraum der Filiale und des Geldautomaten nicht synchron liefen. Wenn also der Automat beispielsweise eine Abhebung um 18.30 Uhr buchte, zeigte die Videoüberwachung nicht die Kundin, die zu diesem Zeitpunkt am Automaten stand, sondern bereits einige Minuten früher.

Die betroffenen Kundinnen haben sich übrigens bei der Polizei gemeldet und konnten auch mit ihren Kontoauszügen belegen, wann sie welchen Betrag abgehoben haben. Die Sparkasse Saarbrücken, so ihr Sprecher Heinrichs, habe sich bei den Frauen entschuldigt. Die Frage der Wiedergutmachung wolle die Bank direkt mit den Betroffenen besprechen. In mindestens einem Fall ist zwischenzeitlich ein Rechtsanwalt eingeschaltet.

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