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Familien-Drama - 35-Jährigem wird zweifacher Totschlag vorgeworfen

Spurenermittler untersuchen das Haus des getöteten Ehepaares auf dem Saarbrücker Rotenbühl.

Spurenermittler untersuchen das Haus des getöteten Ehepaares auf dem Saarbrücker Rotenbühl.

Mehr als drei Monate nach dem Familiendrama in einem Einfamilienhaus am Saarbrücker Rotenbühl hat die Staatsanwaltschaft Anklage wegen zweifachen Totschlags gegen einen 35-Jährigen erhoben. Ihm wird vorgeworfen, seine Eltern umgebracht und die Leichen in Plastikplanen in einem Kellerversteck deponiert zu haben.

Nach Angaben von Thomas Reinhardt, Sprecher der Staatsanwaltschaft, soll der Mann am Dienstag, 8. April, abends in dem gemeinsam bewohnten Haus zunächst seine 69 Jahre alte Mutter getötet haben. Ihr soll er tödliche Messerstiche in den Hals versetzt haben und dann noch mit einem Hammer auf den Kopf geschlagen haben. „Seinen mutmaßlich hinzukommenden 70 Jahre alten Vater soll er ebenfalls durch mehrere Schläge mit einem Hammer auf den Kopf getötet haben“, heißt es in einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft.

Ein Halbbruder des Angeklagten hatte zwei Tage später die Polizei alarmiert, weil er weder von seiner Mutter, noch vom Stiefvater ein Lebenszeichen hatte. Streifenbeamte durchsuchten am späten Abend das Haus und fanden im Keller angeblich in mehreren Plastiktüten blutdurchtränkte Lappen. Die Mordkommission „Cola“ (wegen der zahlreichen Cola-Flaschen und -Dosen in der vermüllten Kellerwohnung des 35-Jährigen) übernahm den Fall. Der Sohn wurde noch in der Nacht in der Nähe des Tatortes festgenommen. In seinen Vernehmungen schwieg er. Einer Verwandten vertraute er aber an, wo die Leichen der Eltern versteckt waren. Die Staatsanwaltschaft vermutet, dass er seinen Plan, die Leichen aus dem Haus zu schaffen, nicht mehr umsetzen konnte. Seit dem 11. April sitzt der Mann in Untersuchungshaft. Die Ermittler haben keine Zweifel, dass er der Täter ist. Spuren und Beweisstücke, wie etwa Werkzeuge mit Blutanhaftungen, sowie weitere Indizien belasten den 35-Jährigen. Das Tatmotiv vermuten die Ermittler im zerrütteten Verhältnis zwischen Eltern und Sohn.
 

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