Saarland / Luxemburg: Landesgrenze BAB 8 (D) / A 13 (Lux.), Tunnel Markusbierg in Luxemburg ist wegen Feuerübung bis zum Ende des 21.10.17 gesperrt, Verkehr wird an der AS Schengen abgeleitet. (20.10.2017, 23:07)

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Familiendrama: Ist der mutmaßlicher Mörder krank?

Saarbrücken. Der Strafprozess zum Dreifachmord von Roden geht in die Verlängerung. Bis Ende des Monats soll es fünf weitere Termine geben, an denen das Verfahren gegen einen 48 Jahre alten Kraftfahrer weitergeht. Das wurde gestern, am elften Prozesstag vor den Schwurgericht beschlossen.

Angeklagter kann sich angeblich an nichts erinnern
Der Angeklagte soll am Morgen des 24. Januar 2009 bei sich zu Hause seine Frau (40), den gemeinsamen Sohn (6) und die Stieftochter (20) getötet haben. Mit einem Beil und einem Messer bewaffnet soll er ein regelrechtes Blutbad angerichtet haben. Angeblich deshalb, weil die Frau ihn habe verlassen wollen.

Der 48-Jährige kann sich nach eigener Aussage an die Geschehnisse jener Nacht nicht erinnern: Es habe wohl Streit gegeben, dann habe er Hitzewallungen und Gliederschmerzen bekommen. Dann wisse er nichts mehr.

Verteidiger: Angeklager möglicherweise krank

Nach Ansicht des Verteidigers könnte dies für eine akute psychische Erkrankung und für eine Verminderung der Schuldfähigkeit des Angeklagten sprechen. Die Staatsanwaltschaft hält diese Argumentation für abwegig, sie stützt sich dabei auf ein psychiatrisches Gutachten.

Vor diesem Hintergrund wurden gestern die früheren medizinischen Unterlagen über ärztliche Behandlungen des 48-Jährigen zum Gegenstand der Verhandlung gemacht. Dabei wurde die Sitzung für sechs Stunden unterbrochen, um dem Verteidiger eine detaillierte Prüfung dieser Unterlagen zu ermöglichen. Nach 18 Uhr am Abend ging es daraufhin vor dem Landgericht weiter. Anschließend wurde der Prozess auf nächste Woche vertagt. wi






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