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Familiendrama Roden: Lebenslange Haft wegen Mordes

Saarlouis-Roden/Saarbrücken. Knapp ein Jahr nach einem blutigen Familiendrama in Saarlouis mit drei Toten ist der 48-jährige Vater vom Saarbrücker Landgericht zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

Vorzeitige Entlassung ausgeschlossen

Die Richter stellten am Dienstag auch die besondere Schwere der Schuld fest, wodurch eine vorzeitige Haftentlassung verhindert wird.

Laut Urteilsbegründung hatte der Mann im Januar diesen Jahres seine 40 Jahre alte Ehefrau, seinen sechs Jahre alten Sohn und eine 20-jährige Stieftochter mit einer Axt und einem Schlachtmesser ermordet. Ein dreijähriger Sohn des Ehepaares überlebte das Familiendrama.

Mann löschte fast eine ganze Familie aus

Der 48-Jährige soll in einem Wohnhaus in Saarlouis-Roden zunächst seine Frau mit einer Axt erschlagen und dann mehrfach mit einem Messer zugestochen haben. Anschließend habe er im Obergeschoss den gemeinsamen sechsjährigen Sohn und seine 20-jährige Stieftochter mit einem Messer getötet. Zeugen hatten den Berufskraftfahrer im Prozess als „extrem eifersüchtig“ beschrieben. Zuvor soll er ein Blutbad angekündigt haben, falls sich seine Frau von ihm trenne. Die 40-Jährige hatte vor ihrem Tod ein Verhältnis mit einem anderen Mann.

Angeklagter gab vor, betrunken gewesen zu sein

Der Verurteilte hatte ausgesagt, er sei zum Tatzeitpunkt betrunken gewesen und könne sich an nichts erinnern. Nach Überzeugung der Richter hatte sich der Mann jedoch erst nach dem Dreifachmord bis zur Besinnungslosigkeit betrunken. Er habe sogar noch seinen dreijährigen Sohn gewickelt, gefüttert und ihm gesagt, seine Mutter „schlafe jetzt für lange Zeit“. Bekannte hatten die Leichen einen Tag nach der Tat entdeckt. Das Kleinkind wurde körperlich unversehrt im Elternschlafzimmer gefunden.
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