L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

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Familientragödie in Homburg: Richter erlässt Haftbefehl gegen Sohn (28) des getöteten Ehepaars

Der Sohn der Familie (Mitte) wird von Polizisten abgeführt. Fotos: Becker&bredel

Der Sohn der Familie (Mitte) wird von Polizisten abgeführt. Fotos: Becker&bredel

Es waren Szenen wie aus einem Fernsehkrimi, die sich am Dienstagabend in Erbach abspielten. Nach lautem Geschrei und Streit aus einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in der Saarstraße riefen Nachbarn die Polizei . Als die alarmierten Beamten eingetrafen, fanden sie zwei Tote in einer Blutlache vor. Der 54-jährige Mann und seine 51-jährige Ehefrau waren nach SZ-Informationen mit einem Hammer erschlagen worden. Der Sohn und mutmaßliche Täter wurde von Polizeibeamten festgenommen und in einem weißen Schutzanzug (um Spuren an der Kleidung zu sichern) abgeführt. Gestern erließ der zuständige Richter am Amtsgericht Homburg Haftbefehl gegen den 28-Jährigen wegen zweifachen Totschlags. Das teilte der Kriminaldauerdienst (KDD) gestern am späten Nachmittag mit. „Der Beschuldigte hat zum Sachverhalt nichts gesagt“, sagte ein Polizeisprecher der SZ. Er bestätigte, dass den beiden Opfern massive Schädelverletzungen zugefügt worden seien. Ob sie todesursächlich waren, soll die Obduktion der Leichen ergeben. Das Ergebnis der Leichenöffnung lag zu Redaktionsschluss noch nicht vor.

Die Ermittlungen der Polizei liefen gestern auf Hochtouren. Beamte der Bereitschaftspolizei suchten noch am frühen Nachmittag mit einem Suchhund die unmittelbare Nähe des Tatorts ab. Die Polizei begründete die Spurensuche mit dem Hinweis, dass der mutmaßliche Täter den Tatort zwischen Tat und Eintreffen der Polizei verlassen und sich auch draußen aufgehalten habe.


In der Nachbarschaft zeigte man sich unterdessen bestürzt von den Ereignissen. Ein Mieter im selben Haus, der anonym bleiben wollte, sagte gegenüber unserer Zeitung, dass nichts auf eine solche Gewalttat hingedeutet habe. Zwar habe es zwischen dem Ehepaar und dem Sohn hin und wieder Streitigkeiten gegeben, aber dies sei nie aus dem Ruder gelaufen. Im Nachbarhaus beschreibt ein Mann die Getötete als „so nette Frau“. Auch er zeigte sich geschockt von der Tat. Über den Sohn könne er wenig sagen, der habe schon seit rund vier Jahren keinen Kontakt mehr mit ihm gehabt.
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