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Fans stehen bereits Schlange fürs Electro-Magnetic-Festival

Die Völklinger Hütte in neuem Licht beim ersten Electro-Magnetic-Festival 2012. In diesem Jahr findet das Event erneut statt.

Die Völklinger Hütte in neuem Licht beim ersten Electro-Magnetic-Festival 2012. In diesem Jahr findet das Event erneut statt.

Einige Völklinger werden sich jetzt schon die Ohren zuhalten, wenn sie an das Electro-Magnetic-Festival am Samstag, 19. Juli, denken. Bei der Erstauflage vor zwei Jahren wurden bei Polizei und auch in der Lokalredaktion der SZ in Völklingen Beschwerden laut über die Beats, die sogar bis nach Wadgassen und Bous zu hören waren. Der Ruf des Festivals dagegen macht hier längst noch nicht Halt. Er reicht bis in die Niederlande und wahrscheinlich sogar weit darüber hinaus. Bei den Festival-Awards in Groningen ist das Magnetic zum „Besten Neuen Festival Europas 2012“ gewählt worden – ein Goldstück für die Habenseite der Völklinger Image-Waage. Das gilt vor allem für die junge Generation, die die hiesige Polizei erneut in Scharen erwartet. Der stellvertretende Dienstgruppenleiter Jörg Hiry spricht von 10 000 Gästen auf dem Gelände des Weltkulturerbes und sieht der Sache gelassen entgegen: „Konflikte sind bei solch einer Zahl immer möglich. Aber wir werden für diese Eventualitäten gerüstet sein.“

Die meisten Tickets sind bereits verkauft, der Veranstalter Presented for People ruft über Facebook und weitere Online- Plattformen zum Endspurt bei den Resttickets auf und wirbt für seinen „Spießer Shuttle Deluxe“, mit dem der gemeine Technofan sich kostenlos zum Festivalgelände fahren und wieder abholen lassen kann. Hier seien noch Plätze frei, heißt es online – Infos gibt es auf der Veranstalter-Webseite. Und dort steht auch das „Line-up“ mit Künstlern, deren Ruf sich ebenfalls bis in die Niederlande und weit darüber hinaus verfolgen lässt: Fritz Kalkbrenner aus Berlin und Moguai aus Marl dürften sogar solche kennen, die sich weniger mit elektronischer Musik auskennen. Hinzu kommen Ellen Allien, die vorher noch in Portugal und Italien ihre Platten kreisen lässt, Andhim, die Russin Nina Kraviz, die selbst singt, auflegt und produziert, Marek Hemman und viele, viele mehr. Tini ist dabei, Mathias Kaden und die Band Blomqvist – man mag gar nicht mehr aufhören, die Künstler aufzuzählen.

Die Veranstalter versprechen auf ihrer Webseite übrigens auch noch „Lichtkunst“ und „Live-Performances von bildenden Künstlern“. Das kann man draußen wenigstens nicht hören, werden wohl Anwohner dazu sagen. Wie es mit dem Gewumme zu nächtlicher Stunde aussieht, hängt von vielem ab, unter anderem auch von der Wetterlage, der Bühnenausrichtung und der Struktur der Töne, also monoton, impulsiv, hoch oder tief, erklärt die Stadtverwaltung zu dem Problem. Der Veranstalter müsse sich aber um die Auflage halten, „dass an der nächsten Wohnbebauung die Richtwerte von 60 Dezibel (a-bewerteter Schalldruckpegel, dBA) am Tage und 45 dBA in der Nacht einzuhalten sind“ – gemäß der Technischen Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm), eine allgemeine Verwaltungsvorschrift.

Es wird also etwas zu hören sein, in der Nacht allerdings weniger als am Tage – der Veranstalter müsse aufgrund von früheren Erfahrungen die Anlage einstellen und am Abend selbst eventuell nachjustieren. Allerdings lässt die TA Lärm kurzzeitige Geräuschspitzen über den Richtwerten zu. Und deshalb ist eine feste Justierung der Anlage nicht vorgesehen, so die Stadtverwaltung.
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