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Fasanerie-Ruinen stehen auf wackeligen Beinen

Nachrichten aus der Region Zweibrücken.

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Zweibrücken. „Wenn die Gefahr besteht, dass Menschen geschädigt werden können, müssen wir handeln“, begründet Oberbürgermeister Kurt Pirmann (SPD) die Sperrung des unteren Teils der Zweibrücker Fasanerieanlage um die beiden Eckpavillons. Seit drei Wochen müssen Besucher einen Ausweichweg durch das Tälchen im Wald nehmen, um vor die unteren beiden Weiher zu kommen.

Zuvor hatten Mitarbeiter der Grünflächenabteilung beim Umwelt- und Servicebetrieb Zweibrücken (UBZ) sowie ein externes Büro festgestellt, dass zu befürchten sei, dass die Pavillons nicht mehr standsicher sind, erklärt der stellvertretende UBZ-Vorstandschef Eckart Schwarz.

Auf dem Schild am Bauzaun steht, dass die große Kaskade und die Eckpavillons sich in einem „statisch kritischen Zustand“ befinden. Um das genau festzustellen, müsse ein weiteres Gutachten gemacht werden, bei dem „hinter die Mauer“ geschaut werde, kündigt Schwarz an. Von außen sehe man Auswölbungen, die auf einen schlechten Zustand des unteren Mauerwerks schließen lassen. Die „deutlichen Zeichen“ für eine Gefährdung machten eine Sperrung des Geländes unumgänglich.

Stadtrat Wolfgang Ohler (SPD), gleichzeitig Vorsitzender des Förderkreises Historische Fasanerie, wollte in der letzten Ratssitzung weitere Informationen und ärgerte sich über den Bauzaun. Der Förderkreis habe in den vergangenen drei Jahrzehnten über 100 000 Euro in die Anlage gesteckt.

„Bevor wir Geld für einen schönen Zaun ausgeben, müssen wir schauen, ob wir das Geld nicht besser in die Sanierung stecken“, sagte Oberbürgermeister Pirmann. Doch da muss die Stadt erst schauen, wo sie Geld für die Sanierung herbekommt. In der Ratssitzung erwähnte Pirmann, dass im kommenden Stadthaushalt eine Million und 2016 weitere 1,3 Millionen Euro für die weitere Sanierung der Gartenanlage vorgesehen sind. 2007/2008 wurden in die obere Terrasse 2,4 Millionen Euro investiert.

Doch die Kommunalaufsicht forderte bei der Sanierung, dass die Stadt die „Unabweisbarkeit der Maßnahme“ darlegen soll. Bei der Einweihung des ersten Abschnitts im August 2008 hatte der Präsident der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion, Josef Peter Mertes, gesagt, trotz der schwierigen Haushaltslage müssten „notwendige Maßnahmen“ durchgeführt werden.

Neben den Gesprächen mit den Zuschussgebern vom Land werde es Gespräche mit dem Verein geben, kündigt UBZ-Vize Eckart Schwarz an.

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