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Fast 200 Mio. € für Metzer Bus-Projekt

Metz. Mit zwei neuen Buslinien soll in Metz ab September 2013 vieles schneller gehen: Mettis heißt das Projekt, das mit modernen Bussen das bestehende Busnetz ergänzt. Das Projekt wird als Antwort auf die Herausforderungen der Zukunft präsentiert: Bevölkerungszuwachs, Treibhauseffekt, notwendige Energieeffizienz. Aber was hat Mettis, was das bisherige Busnetz nicht hat? Die hybriden Diesel-Spurbusse sollen Autofahrer zum Umsteigen bewegen und die Metzer schneller und umweltfreundlicher durch die Stadt bringen. Der Gemeindeverband Metz Metropole bewirbt das Prestigeprojekt damit, dass Mettis 80 Prozent der städtischen Arbeitsplätze und rund die Hälfte der Arbeitsplätze des Gemeindeverbands direkt anschließe.

Die Busse sollen auf zwei Linien von Teilen der Vorortviertel im Norden und Osten durch das Zentrum in Viertel des Westens und Südens fahren. Mit 39 Haltestellen auf 18 Kilometern Strecke. Die Opposition ist jedoch kritisch. Die Abgeordnete Marie-Jo Zimmermann hätte das „schrecklich teure“ Projekt so nicht umgesetzt: „Mettis löst nicht das eigentliche Verkehrsproblem, das in der Umfahrung der Stadt liegt.“ Die UMP-Politikerin hätte eine Modernisierung des innerstädtischen Busnetzes und den Bau einer Regionalstadtbahn, die die einzelnen Viertel verbindet, vorgezogen. „Das hätte die Hälfte gekostet“, ergänzt Zimmermann, die eine erneute Steigerung der Projektkosten und damit eine höhere Verschuldung befürchtet. 2009 sollte Mettis noch 146 Millionen Euro kosten, 2010 waren es bereits 198 Millionen Euro. Aber Grund zur Angst vor einer Schuldenexplosion sieht man im Rathaus nicht. Pressesprecherin Nathalie Schauber teilt mit, dass die Kosten mit Subventionen in Höhe von 75 Millionen Euro und Anleihen des Gemeindeverbands in Höhe von 106 Millionen Euro getragen werden.

„Die Anleihen haben eine Dauer von 25 bis 35 Jahren“, sagt sie. Sie würden durch den Fahrscheinverkauf und die Transportsteuer gedeckt, die französische Firmen zur Finanzierung des öffentlichen Nahverkehrs an die Kommune zahlen müssen. Der Rest der Kosten sei bereits aus dieser Transportsteuer von 2007 bis 2010 finanziert. Die neuen Busse verkehren in eigenen Fahrspuren und sehen aus wie Straßenbahnen. Aber die wollte man nicht (wieder) haben. Schauber erklärt: „Straßenbahnen würden das Doppelte kosten. Die Busse sind für die Stadt besser geeignet, da Streckenhindernisse besser behoben und Peripherieviertel leichter ans Netz angeschlossen werden können.“ Auch sieht Schauber in den Bussen ein höheres ökologisches Potenzial: „In rund 15 Jahren wird es möglich, aus den Hybridfahrzeugen komplett elektrisch betriebene Busse zu machen.“ 8000 Pendler, so hofft man, sollen auf Mettis umsteigen – für sie werden drei neue Parkplätze angelegt. Touristen wird Mettis vor allem am Bahnhof und am Centre Pompidou auffallen, die von beiden Linien bedient werden. In der Fußgängerzone könnte es für Touristen dafür gemütlicher werden: Statt wie bisher fünf Buslinien soll dort dank Mettis nur noch eine normale Linie fahren. sop
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