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Fast vier Jahre Haft für Messerattacke auf Bardame

Saarbrücken. Wegen gefährlicher Körperverletzung hat das Landgericht gestern einen 34 Jahre alten Rumänen zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Der Mann hatte zuvor gestanden, dass er am 24. Oktober 2011 gegen Mittag seiner Ex-Freundin vor einem Supermarkt in der Landeshauptstadt aufgelauert und vier Mal mit einem Taschenmesser auf die 21-Jährige eingestochen hatte. Erst als Passanten der Frau zu Hilfe kamen, gab der Mann auf und wurde überwältigt. „Ich wollte meine Ex-Freundin nicht töten, sondern nur verletzen“, sagte der Angeklagte vor Gericht. Sein Ziel sei es gewesen, dass sie aufhöre als Tänzerin in einer Table Dance Bar zu arbeiten und zurück zu ihm nach Rumänien komme. Die Frau wurde nicht akut lebensgefährlich verletzt. Sie leidet bis heute unter den psychischen Folgen der Attacke auf offener Straße.

Der Mann und die rund 13 Jahre jüngere Studentin hatten sich 2009 in Rumänien kennen gelernt. Sie wurden ein Paar. Aber das Geld reichte nicht. Was dann geschah, das beschrieb der Verteidiger des Angeklagten so: Eine Zeitungsanzeige versprach eine Lösung für die finanziellen Probleme. Darin wurden Tänzerinnen für Deutschland gesucht – mit einem Gehalt von 50 Euro am Tag. „Das war in einer Woche mehr Geld, als der Angeklagte im Monat verdiente.“ Also ging die Frau nach Deutschland um als Tänzerin zu arbeiten. Zunächst in mehreren Städten in Bayern, schließlich im Saarland. Der Mann akzeptierte dies zunächst. Er blieb in Rumänien und dachte, das Ganze sei zeitlich begrenzt. „Zum Geld verdienen für ein besseres Leben zu Hause.“

Aber es kam anders. Die junge Frau wollte wohl nicht mehr zurück. Schließlich trennte sie sich aus verschiedenen Gründen Mitte 2011 von dem Mann. Von körperlichen Übergriffen war die Rede und davon, dass er ihr das Geld wegnahm und sehr eifersüchtig sei. Der 34-Jährige akzeptierte die Trennung nicht. Er bombardierte die Frau mit E-Mails. Er unterstellte ihr, dass sie als Prostituierte arbeite. Dies bestritt sie. Er drohte: Er werde alles tun, um sie „auf den richtigen Weg zu bringen.“ Die Frau nahm es nicht ernst: „Ich habe nicht geglaubt, dass er mir etwas tut.“ Bis zum Mittag des 24. Oktober 2011. wi

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