Saarland: Neunkirchen-Wellesweiler, Wellesweilerstraße: Vollsperrung auf Grund von Reinigungsarbeiten nach einer Ölspur. (20:04)

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Fastnachts-Kater: So wird er bekämpft

Saarbrücken. Das Fastnachtstreiben ist noch in vollem Gange. Bis Aschermittwoch wird gefeiert, was das Zeug hält. Da in der fünften Jahreszeit aber auch gerne mal über den Durst getrunken wird, macht sich am nächsten Tag oftmals Übelkeit in Verbindung mit Kopfschmerzen breit: Der Aschermittwochs-Kater haust im Körper.

„Alkoholabbauprodukte wirken als Gift“, erklärt Dr. Eckart Rolshoven, Vorstandsmitglied der Ärztekammer des Saarlandes und Hausarzt in Püttlingen. Damit einher gehe eine Reizung des Magens. Hierdurch entstünden Übelkeit und Kopfschmerzen. Das einzig absolut wirksame Mittel gegen einen Kater sei, „nichts zu trinken“, sagt der Mediziner. Den Fasebooze rät er , wenigstens nicht durcheinander zu trinken und realistisch einzuschätzen, wieviel man verträgt.
Im Gegensatz zu einigen anderen Medizinern verweist Rolshoven nicht auf die obligatorischen sauren Heringe als Anti-Kater-Mittel. „Man sollte den Magen nicht überlasten, sondern wenig essen“, rät er. Stattdessen müsse viel getrunken werden. Auch eine Kopfschmerztablette könne hilfreich sein. Ansonsten sollte man sich an einem verkaterten Tag ein bisschen Ruhe gönnen und „das Auto lieber einen Tag stehen lassen“, so der Arzt. Denn am „Tag danach“ befinde sich je nach Menge des Alkohols, den man zu sich genommen hat, immer noch ein gewisses Maß an Restalkohol im Körper, der erst abgebaut werden müsse.

Doch nicht nur dem Kater muss man an Fastnacht die Krallen zeigen. Denn an den närrischen Tagen ist auch die Gefahr einer Erkältung relativ hoch. „Fastnacht fällt in die Zeit der Erkältungswelle“, erklärt Rolshoven. Außerdem gebe es an den „tollen Tagen“ viele Massen-Veranstaltungen, wo sich Viren sehr gut verbreiten könnten. Sollten Feiernde also am Aschermittwoch mit Fieber oder dergleichen im Bett liegen, sei es besser, einen Arzt aufzusuchen. In den harmloseren Fällen sollten Erkältungsgeplagte verstärkt zu Obst und Fruchtsäften greifen und sich ein bisschen Ruhe und Wärme verordnen.


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