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Fechinger Talbrücke vor Ende des Jahres für Lkw frei

Verkehrsministerin Anke Rehlinger gestern auf der Baustelle der Fechinger Talbrücke. Dort werden die zehn Pfeiler von innen verstärkt (Bild links). Zusätzliche Stahlträger (im Bild rechts oben und unten) und Querschotte (in der Mitte) sollen die Brücke besser stützen.

Verkehrsministerin Anke Rehlinger gestern auf der Baustelle der Fechinger Talbrücke. Dort werden die zehn Pfeiler von innen verstärkt (Bild links). Zusätzliche Stahlträger (im Bild rechts oben und unten) und Querschotte (in der Mitte) sollen die Brücke besser stützen.

Es geht voran an der Fechinger A 6-Talbrücke. „Der jetzige Stand der Dinge gibt Hinweise darauf, dass die Brücke noch vor Wintereinbruch, vor Ende des Jahres, wieder für den Lkw-Verkehr geöffnet werden kann“, hat gestern Verkehrsministerin Anke Rehlinger ( SPD ) betont. „Ein verlässliches Datum für den Abschluss der Arbeiten wird es im August geben“, sagte Rehlinger.

 

Tatsächlich wird an der Brücke in hohem Tempo gearbeitet. Vier von zehn Stahlpfeilern wurden schon verstärkt. In kleinen Teams arbeiten Männer der Dillinger Stahlbau GmbH zurzeit in den langen hohlen Stahlpfeilern der Fechinger Talbrücke. In beengten Verhältnissen. „Wer klaustrophobisch veranlagt ist, kann hier nicht arbeiten“, sagte Uwe Heinzel, Ingenieur beim Landesbetrieb für Straßenbau (LfS). Im Inneren der Stahlpfeiler bringen die Arbeiter zur Verstärkung an den Wänden etwa drei Meter lange Stahlträger (sogenannte Doppelwinkel) an. Alle aus „bestem saarländischem Stahl“, wie Ministerin Rehlinger stolz betonte. Zusätzlich sollen in jedem Pfeiler 22 quer verlaufende Stahlelemente (sogenannte Querschotte) eingebaut werden. Die Stahlteile müssen anschließend mit 20 000 Schrauben befestigt werden.

 

„Die Gutachter haben uns bestätigt, dass dadurch das erforderliche Sicherheitsniveau für die Lkw-Freigabe erreicht werden wird“, erklärte Rehlinger, die sich gestern selbst ein Bild vom Ablauf der Arbeiten unter der 53 Jahre alten Autobahnbrücke machte. Ursprünglich war auch eine Verstärkung der Stützpfeiler von außen im Gespräch. In Abstimmung mit Baufirma und Gutachtern habe man sich aber gegen diese Methode entschieden. „Die Innenverstärkung ist einfacher und schneller durchzuführen“, erklärte Rehlinger. Zudem biete sie den Vorteil, dass witterungsunabhängig gearbeitet werden könne. Regen sollte die Arbeiten an der Brücke also nicht verzögern. Problematisch ist allerdings die große Hitze. „Die Arbeiter hier sind wohl einige der wenigen, die froh sind, dass der Sommer noch nicht so heiß war“, sagte LfS-Projektleiter Uwe Heinzel. An einem heißen Tag im Juni erwärmte sich die Pfeilerröhre im Inneren aber auch schon auf 44 Grad Celsius. Mit einer Ventilationsanlage und kalten Getränken wurden Röhre und Arbeiter abgekühlt.

 

Vor Abschluss der Arbeiten an der Brücke wird es dort zwangsläufig wieder zu Behinderungen auch für den Pkw-Verkehr kommen. Um wieder Asphalt auf die Fahrbahnen aufzubringen, müssen diese gesperrt werden. Statt zwei Fahrbahnen in jede Richtung, wird die Autobahn dann nur einspurig befahrbar sein. Auch sollen die Fahrbahnen bis zum Bau einer neuen Fechinger Talbrücke neu aufgeteilt werden: Um die äußeren Bereiche der Brücke weniger stark zu belasten, rücken die Fahrbahnen mehr in die Mitte der Brücke und werden enger. Auf der Brücke soll es weiter ein Tempolimit und eventuell eine Abstandsregelung für Lkw geben. Die Kosten für die Verstärkung der Fechinger Talbrücke konnte Rehlinger gestern nicht nennen. Diese würden aber fast ausschließlich durch den Bund getragen.  
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