A8 Luxemburg - Saarlouis AS Perl in beiden Richtungen Anschlussstelle gesperrt, Baustelle bis 20.11.2017 06:00 Uhr (09.10.2017, 05:53)

A8

Priorität: Sehr dringend

3°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
3°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Ferienpark Bostalsee: Heute ist Spatenstich!

So könnte der fertiggestellte Ferienpark am Bostalsee aussehen.

So könnte der fertiggestellte Ferienpark am Bostalsee aussehen.

Nohfelden. Seit Frühjahr wird auf der Gonnesweiler Seite des Bostalsees gearbeitet. Daher ist der offizielle erste Spatenstich am heutigen Freitag nur obligatorisch.

Aber Heinz Peter Klein, der Geschäftsführer der Projektgesellschaft Bostalsee, hält den Ferienpark, der im Sommer 2013 eröffnen soll, für zu wichtig, als dass die Bauarbeiten ohne offiziellen Akt weitergehen: „Nach Jahrzehnten des Hoffens und Bangens wollen wir nun feiern.“ Schließlich hat es rund 18 Jahre gedauert, bis die Bagger anrollten. Bereits im September 1993 fassten Kreistag St. Wendel und Gemeinderat Nohfelden einen Beschluss für den „Ferienpark Bostalsee“.



Viele Verzögerungen

Immer wieder geriet das Projekt ins Stocken. Das Hauptproblem war laut Landrat Udo Recktenwald, einen Betreiber und Investoren zu finden – zuletzt für die Ferienhäuser.

Denn Center Parcs, das seit Anfang 2008 mit im Boot ist, baut nicht selbst, tritt nur als Betreiber auf. Die jüngste Hürde war ein Bürgerbegehren, das sich gegen die Finanzierung richtete. Eine Bürgerinitiative hatte mehr als 1400 Unterschriften in der Gemeinde Nohfelden gesammelt. Der Gemeinderat erklärte das Bürgerbegehren im April für unzulässig. Damit stand fest: Der Ferienpark wird nicht mehr gestoppt.

 

Und dies wird heute gefeiert – in einem Festzelt mitten auf der Baustelle. Alle Bürger können zum Baustellenfest kommen und sich informieren. Dann werden auch die ersten Musterhäuser enthüllt. Die Bungalows – für vier und für sechs Personen – werden seit 26. Juli gebaut. Die acht jeweils rund 4,5 Tonnen schweren Module wurden „in einer Art Lego-Stecksystem für Erwachsene“ zusammengebaut.

So drückt es Torre Nütz aus, der für den Bau der Ferienhäuser verantwortlich ist. Diese Woche kamen die Möbel; Arbeiter bepflanzten die Terrasse so, wie auch die 499 anderen Terrassen aussehen werden, die in den nächsten Monaten gebaut werden. Für die Besucher des Baustellenfestes bleiben die Häuser heute allerdings verschlossen. Wenn am 1. Oktober die Vermarktung beginnt, können sich auch potenzielle Käufer die Häuser anschauen. Die KPS Invest Deutschland GmbH, vertreten von Kurt Sarstrup, verkauft die Ferienhäuser in Deutschland, Luxemburg und Skandinavien. Der Business- Plan sieht vor, dass alle Bungalows bis fünf Jahre nach Parköffnung, also im Sommer 2018, verkauft sind. Aber Sarstrup ist zuversichtlich, dass das schon drei Jahre nach Verkaufsstart der Fall sein wird. Diese Prognose wagt Sarstrup, weil er von der Sicherheit der Investition und von der Lage überzeugt ist.

Als er 2003 das erste Mal am See war, habe er sich gedacht, das sei das schönste Gelände, das er je für einen Center Park gesehen habe. Und der Park habe noch eine Spitzenposition: Binnen drei Stunden Fahrzeit könne man 43 Millionen Leute erreichen – das sei mit das größte Einzugsgebiet aller Center Parcs.

Park kostet  rund 130 Millionen Euro

300 000 zusätzliche Touristen werden pro Jahr erwartet, die auch Geld in die Region bringen. Martina Scheer von der Tourist-Information St. Wendeler Land nennt Zahlen. Diese gehen von einer Vollbelegung mit 2620 Personen im Ferienpark aus. „Wenn nur zehn Prozent dieser Gäste in die Gastronomie außerhalb gehen“, so Scheer, dann könnte diese mit rund 15 050 Euro pro Tag profitieren. Für die Hauptsaison ergebe das 752 000 Euro, die allein in der Gastronomie ausgegeben werden, im Jahr komme man auf 45 Millionen Euro im Verpflegungsbereich. Die Bauarbeiten seien dem Zeitplan ein klein wenig voraus, sagt Klein. Fertig ist bereits die etwa 1,5 Kilometer lange Zufahrtsstraße. Diese kostete etwa 1,1 Millionen Euro. Die Kosten für die gesamte Erschließung des Parkgeländes belaufen sich auf rund 12,7 Millionen Euro. Den Auftrag dafür erhielt eine saarländische Bietergemeinschaft. Insgesamt kostet der Park rund 130 Millionen Euro.

Gebaut werden auf dem etwa 90 Hektar großen Gelände fünf Dörfer, 500 Bungalows, eine Zentraleinheit mit tropischem Schwimmbad, Restaurants und Sportanlagen.

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein