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Ferienpark am Bostalsee wird später gebaut

So sollen die Ferienhäuser am Bostalsee aussehen. (Stand: Juli 2008)

So sollen die Ferienhäuser am Bostalsee aussehen. (Stand: Juli 2008)

Nohfelden. Für Saar-Ministerpräsident Peter Müller (CDU) ist das Ferienparkprojekt am Bostalsee ein „touristischer Leuchtturm“ im Saarland. Der wird jetzt erst später leuchten als ursprünglich geplant. Der Bau des Parkes wird wohl erst im kommenden Frühjahr beginnen und nicht mehr in diesem Jahr. Das bestätigten Rudolf Müller, Geschäftsführer der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) Saar und Michiel Illy, Innovationsdirektor von Centers Parcs.

Die Verzögerung sei eine Folge der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise, sagte Illy. Diese habe die Suche nach privaten Investoren schwieriger gemacht. Center Parcs finanziert nämlich den Bau der Ferienhäuser über diese Investoren. Das Unternehmen sei in konkreten Verhandlungen. Illy: „Wir gehen davon aus, dass bis Ende des Sommers alle Verträge unter Dach und Fach sind und wir spätestens im Frühjahr 2010 bauen können.“

Bedenken, dass das Großprojekt scheitern könnte, hat Center Parcs indes nicht. „Wir sind überzeugt, dass dies der richtige Standort ist“, unterstrich der Innovationsdirektor. Sein Unternehmen verfolge den Bau des Ferienparkes mit Nachdruck. Zumal in die Planung und Vorbereitung schon 750.000 Euro investiert worden seien.

130 Millionen Euro soll der Bau des Sunparks (Sonnenparks) kosten. Baubeginn sollte eigentlich in diesem Frühjahr sein. Die ersten Gäste sollten im Sommer 2011 einziehen. Dieser Zeitplan ist nun nicht mehr zu halten.

Das Gelände des Parkes am Bostalsee umfasst 90 Hektar. Bei der Verwirklichung arbeiten die Projektgesellschaft Bostalsee, die aus der Gemeinde Nohfelden, dem Landkreis St. Wendel und der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG ) Saar besteht, und Center Parcs eng zusammen. So ist die Projektgesellschaft für die Erschließung des Geländes verantwortlich. Der Ferienpark-Betreiber selbst ist für den Bau der insgesamt 500 Ferienhäuser zuständig.

Das Saarland unterstützt das Vorhaben mit 22 Millionen Euro. „Das Land steht zu seinen Zusagen.“ Das sagte gestern Regierungssprecher Thomas Diehl gegenüber der SZ. „Wir sind daran interessiert, das Projekt so schnell wie möglich zu realisieren, spätestens im Frühjahr 2010.“ Das Projekt entwickele sich auf Basis der gemeinsamen Vereinbarung mit dem Investor.

Center Parcs geht nach Fertigstellung des Parkes von 150.000 Besuchern und 500.000 Übernachtungen im Jahr aus. Die Centers-Parcs-Gruppe ist eine 100-prozentige Tochter des französischen Tourismuskonzerns Pierre & Vacances. Dieser ist Marktführer im Sektor Ferienwohnungen in Europa. Zur Centers-Parcs-Gruppe gehören mehr als 20 Ferienparks in Westeuropa. 2007 hat das Unternehmen die Sunparks-Gruppe gekauft.


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