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Fernandez, Nummer zwei des FCS weiß nicht, ob er in Saarbrücken bleibt

Von SZ-Mitarbeiter Patric Cordier

Saarbrücken. Benedikt Fernandez liebt seinen Beruf. Der 27-jährige Bonner ist Torwart aus Leidenschaft – und derzeit die Nummer zwei bei Fußball-Drittligist 1. FC Saarbrücken. „Ich hatte im Sommer die Möglichkeit, als hauptamtlicher Torwarttrainer in der Jugend bei Bayer Leverkusen anzufangen“, erzählt Fernandez, „dann kam die Anfrage des FCS, und ich habe mich fürs Fußballspielen entschieden.“

Der FCS musste nach dem Knöchelbruch von Michael Müller reagieren. Nur mit dem verletzungsanfälligen Enver Marina in die Saison zu gehen, wäre ein Risiko gewesen. Doch obwohl Fernandez eine gute Vorbereitung absolvierte, stand am ersten Spieltag Marina im Kasten, der etliche Trainingseinheiten wegen Leistenproblemen verpasst hatte.
„Natürlich hatte ich gehofft zu spielen“, bekennt Fernandez. Der Schlussmann nahm die Entscheidung von Trainer Jürgen Luginger aber sportlich – und dafür schätzt ihn der Übungsleiter. „Benedikt ist wichtig“, sagt Luginger, „er ist ein durch und durch positiver Typ. Er unterstützt die jüngeren Spieler, und alle profitieren von seiner Erfahrung.“ Sechs Mal spielte Fernandez als Vertreter von René Adler für Leverkusen in der Bundesliga, zwei Mal im Uefa-Pokal. Doch zwei Meniskusverletzungen sorgten für einen Karriere-Knick. Etliche Vereine rückten von einer Verpflichtung ab.

„Die Kniegeschichte ist ein Alibi-Argument“, sagt Fernandez, „Leute, die so etwas behaupten, können sich gerne im Training ein Bild davon machen, wie belastbar ich bin. Und im Training ist die Belastung für einen Torwart höher als im Spiel.“

In Rostock wird wieder Michael Müller von Beginn an spielen. Der wieder fitte 23-jährige Ex-Wolfsburger wurde nach der Fehlerserie von Marina zur Nummer eins. „Das ist natürlich keine schlechte Entscheidung, wenn man die längerfristige Entwicklung des Vereins im Auge hat“, sagt Fernandez fair, „dass sie mir trotzdem weh getan hat, ist doch selbstverständlich.“ Dass er den Kampf um den Platz im Tor nicht aufgeben wird, auch: „Ich werde Michael weiter sportlich Druck machen. Ich weiß, dass irgendwann meine Chance kommen wird.“

Ob das beim FCS der Fall sein wird, ist offen. Fernandez hat einen Einjahres-Vertrag, mit einer einseitigen Ausstiegsklausel des Vereins im Winter. „Ich würde gerne mit drei Torhütern weiterarbeiten“, sagt Luginger, „wir werden mit Benedikt im Dezember sprechen.“ Der wohnt derzeit noch in einem Hotel, würde sich bei einer längerfristigen Perspektive eine feste Bleibe suchen: „Ich kann mir gut vorstellen, hier sesshaft zu werden.“
Ob der Verein mit drei Torhütern ins Jahr 2013 starten wird, erscheint fraglich. Marina gehört zu den Besserverdienenden. Ihn abzugeben, würde Ressourcen für Verstärkungen auf anderen Positionen frei machen. Seit seiner Demission redet Marina nicht mehr mit Journalisten. Die Trainingsleistung stimmt, in der Oberliga-Mannschaft spielt der 35-jährige Albaner aber nicht
 

Hintergrund

 Mit dem gleichen Aufgebot wie beim 3:1-Erfolg über Darmstadt 98 ist der 1. FC Saarbrücken am Freitag nach Rostock gereist. Hansa ist kein Lieblingsgegner der Blau-Schwarzen. In den bisherigen vier Duellen gab es bislang keinen einzigen Punkt für die Saarländer. cor
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