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Fernwanderweg Saar- Hunsrück- Steig soll verlängert werden

Von SZ-Redakteur Christian Beckinger

Merzig-Wadern. Der Saar-Hunsrück-Steig, der auf 180 Kilometern Wanderstrecke die Saarschleife mit Idar-Oberstein verbindet, könnte künftig deutlich ausgebaut werden. Wie Achim Laub vom Projektbüro des Saar-Hunsrück-Steiges in Losheim und Peter Klein, Geschäftsführer der Dreiländereck-Touristik GmbH im Landkreis Merzig-Wadern, gegenüber der SZ erläuterten, gebe es Pläne, den Fernwanderweg sowohl auf saarländischer wie auf rheinland-pfälzischer Seite zu verlängern.

Im Saarland ist dabei an eine Etappe vom bisherigen Start-/Zielpunkt am Aussichtspunkt Cloef über der Saarschleife bis nach Perl gedacht. Wie Peter Klein sagte, könne der Weg künftig in Perl beginnen, werde dann zunächst über die Mosel hinweg ins luxemburgische Schengen und von dort in den französischen Nachbarort Contz-les-Bains führen. Von dort aus könnte die Route wieder auf die andere Moselseite nach Sierck-les-Bains führen und dann immer an der deutsch-lothringischen „grünen Grenze“ entlang. Dabei könnte der Weg des Wanderers auch das rekonstruierte Schloss Malbrouck beim Ort Manderen passieren. Von dort aus würde die Wanderstrecke in Richtung Eft/Hellendorf wieder auf deutsches Terrain führen und dann nach Möglichkeit an der Römischen Villa Borg vorbei in Richtung Orscholz/Cloef verlaufen. Peter Klein sagte, die Ausbaupläne seien den entsprechenden Gremien in der Obermosel-Gemeinde bereits vorgestellt worden und dort auf positive Resonanz gestoßen. Auch der Perler Bürgermeister Bruno Schmitt mache sich für die neue Etappe stark: „Er hat bereits öffentlich erklärt, dass der soeben von der Gemeinde erworbene Bahnhof in Perl der Startpunkt für den Saar-Hunsrück-Steig werden soll.“

Allerdings müssen zuvor die Bürgermeister der bislang am Saar-Hunsrück-Steig beteiligten 13 Kommunen im Saarland und in Rheinland-Pfalz dem Ausbau des Fernwanderweges zustimmen. Dies soll auf einer Versammlung der Projektbeteiligten Mitte März geschehen, erklärte Achim Laub. Wenn von dieser Seite das Okay komme und auch die Gemeinde Perl die neue Etappe befürworte, könnten die Planungen für die neue Etappe beginnen. „Wir sind mit unseren Partnern in Frankreich dabei, Förderanträge an die EU für solche grenzüberschreitenden Wanderwege einzureichen“, sagte Peter Klein. Der Saar-Hunsrück-Steig wäre mit dieser neuen Etappe mitten durchs Dreiländereck der erste Premium-Fernwanderweg in Deutschland, der über Ländergrenzen hinweg führt. Bis die neue Wegstrecke fertig ist, dürfte es aber bis zum Frühjahr 2010 dauern, schätzte Achim Laub: „Es muss zunächst einmal die genaue Trassenführung festgelegt werden, damit auch diese Etappe den hohen Qualitätsmaßstäben des Saar-Hunsrück-Steiges entspricht.“ Danach seien die Gespräche mit den betroffenen Grundstückseigentümern zu führen – eine Aufgabe, die dann auf die Gemeinde Perl zukommt.

Durch die geplante neue Etappe ins Dreiländereck würde der Weg um rund 25 Kilometer länger. „Die Ausbaupläne sind auf eine positive Resonanz gestoßen.“ Peter Klein, Dreiländereck-Touristik


Hintergrund


Auf rheinland-pfälzischer Seite ist nach Auskunft von Achim Laub und Peter Klein an eine Verlängerung des Saar-Hunsrück-Steiges bis an den Rhein gedacht. Bisher endet der Fernwanderweg in der Edelsteinstadt Idar-Oberstein an der Nahe. Von dort aus könnte der Steig bis nach Boppard oder St. Goar nahe der Loreley weiterführen. Allerdings gestalte sich die genaue Routenführung auf rheinland-pfälzischer Seite etwas komplizierter als auf saarländischer, da dort mehr Kommunen betroffen seien, die ihre Interessen wahrnehmen wollten. Als „Fixpunkte“, die auf jeden Fall auf der Route liegen sollen, würden aber die Hunsrück-Gemeinde Kastellaun und Emmelshausen im Rhein-Hunsrück-Kreis gelten. „Hier liegen bereits einige deutschlandweite bekannte Wanderstrecken.“ Auf jeden Fall werde das rheinland-pfälzische „Verlängerungsstück“ mit 100 Kilometern deutlich länger als das saarländische.

Insgesamt würde der Saar-Hunsrück-Steig mit den möglichen neuen Etappen deutlich länger, seine Gesamtstrecke würde von derzeit 180 auf fast 300 Kilometer wachsen. „Damit käme der Weg in etwa an die Länge des Rheinsteiges heran“, sagte Peter Klein. Aus seiner Sicht besonders reizvoll an der neuen Streckenführung wäre der Umstand, dass der Wanderer gleich mehrere bekannte Weinanbau-Gebiete durchstreifen würde: das Moseltal, das Ruwertal, die Nahe-Region und das Rheintal. cbe


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