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Festa Italiana: So wappnet sich Homburg

Viele Besucher werden zur festa Italiana in Homburg erwartet. Festa-Veranstalter und Stadtverwaltung stellen sich auf mehrere tausend Besucher ein, um die Sicherheit zu gewährleisten.

Viele Besucher werden zur festa Italiana in Homburg erwartet. Festa-Veranstalter und Stadtverwaltung stellen sich auf mehrere tausend Besucher ein, um die Sicherheit zu gewährleisten.

Homburg. Das Risiko von Großveranstaltungen ist seit der Katastrophe bei der Love Parade in Duisburg vor einem Jahr den Veranstaltern solcher oder ähnlicher Events bewusst. Damals starben 19 Menschen in einer Massenpanik – auch gefördert durch unklare Sicherheitskonzepte.

Homburg nun steht mit den Auftritten der derzeit vor allem bei Jugendlichen angesagten Pop-Größen Frida Gold (Samstag, 20. August) und Pietro Lombardi (Sonntag, 21. August) bei der Festa in einer Woche zwar keine Veranstaltung in der Größenordnung einer Love Parade ins Haus. Aber die Veranstalter sind sich augenscheinlich im Klaren darüber, dass gerade diese beiden Konzerte für eine enorme Nachfrage sorgen werden. So wird schon mal über eine Besuchzahl von 10?000 beim Auftritt Lombardis spekuliert. Da verwundert es wohl nicht, das Homburgs Oberbürgermeister Karlheinz Schöner (CDU) das Sicherheitskonzept zur Chefsache erklärt hat, „und das unabhängig von der hohen Kompetenz und der Top-Arbeit, die die beteiligten Dienste und Ämter der Stadt leisten“. In Besprechungen, die letzte am Donnerstagnachmittag, und Vor-Ort-Recherchen hat sich Schöner ein Bild von dem zu machen versucht, was Homburg in diesem Jahr während der Festa zu erwarten hat. So erkundete er zusammen mit Veranstalter Silvio Natale, Mitarbeitern des Haupsponsors Dr. Theiss Naturwaren und dem zuständigen Beigeordneten Rüdiger Schneidewind (SPD) die Sicherheitsmaßnahmen beim Auftritt Lombardis beim Saarspektakel in Saarbrücken am vergangenen Wochenende. Ein Team der Firma Theiss machte sich zusätzlich in Düsseldorf ein Bild von der Resonanz auf den „Deutschland sucht den Superstar“-Gewinner Lombardi. Alle Erkenntnisse seien in das nun angelegte Sicherheitskonzept eingeflossen.

Dies sieht eine unmittelbare Überwachung des Veranstaltungsgeländes vor, um Besucherströme lenken zu können. In den Räumen des ehemaligen Bistros Cash am Christian-Weber-Platz wird ein Informationsknotenpunkt eingerichtet, im darüber liegenden fünften Stock wird die Feuerwehr eine Funkrelais-Station einrichten, über einen eigenen autarken Funkkreis soll der Kontakt zwischen den einzelnen Komponenten des Sicherheitsapparates gehalten werden. Ein Kontrolle an den Einlässen zur Erfassung der tatsächlichen Besucherzahlen und die damit verbundene, rechtzeitige Sperrung des Geländes im Fall eines zu großen Fan-Andrangs gehören mit zum Sicherheitsportfolio. „Ich will auf keinen Fall von irgendeiner Entwicklung überrascht werden“, so Schöner im Gespräch mit unserer Zeitung.

Für alle Beteiligten wurden nun digitalen Pläne des Festgeländes erstellt, aktuell ermittelt die Stadt, an welchem Ort der Partymeile sich wie viele Menschen wann aufhalten dürfen. Einen besonderen Druck durch die Ereignisse in Duisburg würde er nicht verspüren, so Schöner, aber eine andere neuzeitliche Entwicklung mache im Sorgen: Der so genannte „Flash Mob“, sprich spontane und deswegen unkontrollierbare Massenzusammenkünfte von Jugendlichen, initiiert durch Aufrufe in digitalen Sozialnetzwerken wie Facebook, Twitter oder Wer-Kennt-Wen. Schöner: „So etwas ist kaum kalkulierbar.“

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