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Festa Italiana: Vier Tage Sommerstimmung in Homburg

Nevio, der Star des Abends, ließ es italienisch relaxed angehen, der „Schmuse-Italiener“, so die Ankündigung im Programmheft der Festa 2010, hatte wenig Mühe mit seinem willigen Publikum, die Dynamik der Show von Giovanni Zarrella am Donnerstag konnte der in Berlin lebende Sänger, Songwriter und Produzent allerdings nicht entwickeln. Sei's drum, für seine Fans machte Nevio alles richtig. Und wer eher der Speisen denn der Musik wegen den Weg auf die Festa gefunden hatte, der fand Gefallen an der eher zurückhaltenden Art des Gastspiels des früheren „Deutschland sucht den Superstar“-Teilnehmers.

Alles richtig und alles gut konnten wohl auch die Wirte in den Festzelten vermelden, an Andrang mangelte es nicht. Pizza, Pasta, Weine, Antipasti: Alles fand reißenden Absatz. „Ich komme eigentlich nur des Essens wegen hierher. Wo kann man sich schon an einem einzigen Ort durch die Speisekarte eines ganzen Landes wie Italien futtern. Das hat was“, ließ eine Besucherin wissen, die sich durch die Menschenmassen bis zur heiß ersehnten und heiß gelieferten Pizza durchgekämpft hatte. Liebe geht eben durch den Magen – auch die Liebe zu Italien.

Auch über den Samstagmittag hinweg gab es reichlich Betrieb in den beiden Festzelten. Während vor der Bühne auf dem Christian-Weber-Platz die Fahnenschwinger und die Folkloregruppe aus Sessa Aurunca zum wiederholten Male ihre akrobatischen Kunststücke vorführten und Homburgs Stadtmitte akustisch in ein Italien nach Maß verwandelten, versorgten sich viele mit essbarem Italien und ließen die heimische Küche schnöde kalt.

Doch in die Begeisterung von Festa -Fans mischten sich am Rande des mehrtägigen Spektakels auch kritische Töne. Warum für eine solche Veranstaltung eine Woche lang die Talstraße gesperrt werden müsse, fragten die einen. Und ob es nicht sinnvoller wäre, eine so große Veranstaltung mit so vielen tausend Besuchern und einem so opulenten Programm vielleicht besser in den Stadtpark zu verlegen, schlugen andere vor – auch mit Blick auf die Bedürfnisse der Anwohner in der Innenstadt.

So oder so, ihrem Ruf als wohl publikumsträchtigstes Fest in Homburg wurde die Festa Italiana auch in diesem Jahr wieder gerecht. Den musikalischen Schlusspunkt setzte gestern Abend das zweite Klassik-Open Air des Programms. Erneut gehörte die Bühne auf der Talstraße „Liebe und Wahnsinn“ und dem Homburger Kammersinfonie-Orchester mit Markus Korselt an der Spitze. Stimmlich getragen wurde der Konzertabend von der Saarbrückerin Vanessa Calcagno. Unter anderem auf dem Programm der „Siegerin der Herzen“: Werke von Bizet (Carmen), Lehar (Land des Lächelns), Puccini (Vissi d'arte), Gershwin (Porgy und Bess) und James Horner (Titanic).

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