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Feuer: Mann rettet sich über Leiter aus Dachgeschoss

Schwarzer Rauch quillt aus Fenstern eines Wohnhauses in Marpingen. Die Bewohner wurden gerettet.

Schwarzer Rauch quillt aus Fenstern eines Wohnhauses in Marpingen. Die Bewohner wurden gerettet.

7.45 Uhr am Mittwoch: Rauch quillt aus einem Wohnhaus im Marpinger Zentrum. Rettungskräfte werden über die fürs Saarland zentrale Leitstelle auf dem Saarbrücker Winterberg alarmiert. Sie befürchten, dass Menschen in dem brennenden Haus sind, höchste Gefahr also für Leib und Leben besteht. Das berichtet Feuerwehrsprecher Dirk Schäfer. Deshalb wird ein Großaufgebot an Helfern angefordert, um Opfer in der Marienstraße zu retten. Feuerwehrleute aus den vier Marpinger Ortsteilen werden angefordert. Sogar Kollegen in Dirmingen werden angefunkt, sollen sich für alle Fälle bereithalten.

 

Unterdessen sind die ersten Trupps wenige Minuten nach dem Alarm an der Unglücksstelle. Ein Bewohner ist bereits in Sicherheit. Der 57-Jährige gelangte über das Erdgeschoss ins Freie. Doch ein zweiter Mann wird zu jenem Zeitpunkt vermisst, Aufenthaltsort unklar.

 

Wenig später steht fest: Der 56 Jahre alte Bewohner befindet sich noch im Gebäude und somit in höchster Gefahr. Er ruft vom Dachgeschoss aus um Hilfe. Nachbarn reagieren prompt, eilen mit einer Leiter herbei. Die ist lang genug, um ans Fenster zu heranzureichen, von wo aus sich der vom Feuer Eingesperrte in seiner Not bemerkbar macht. Eine Flucht durchs Haus ist wegen des dichten Rauches einfach unmöglich.

 

Mitarbeiter des Rettungsdienstes sind die ersten, die die beiden Männer im Freien untersuchen. Dann bringt sie ein Krankenwagen ins nahe gelegene Krankenhaus der Kreisstadt.

 

Unterdessen kümmern sich Feuerwehren um die Flammen, die im Parterre ausgebrochen waren. Trotz des schnellen Einsatzes ist das Haus derzeit nicht zu bewohnen.

 

Wie ein Sprecher der St. Wendeler Polizei berichtet, wird die Ursache zurzeit untersucht.

 

Gleichzeitig ist die Gemeinde Marpingen dabei, für die Betroffenen eine passende Übergangsunterkunft bereitzustellen. Wie Bürgermeister Volker Weber (SPD) ankündigt, stünden wegen der entspannten Flüchtlingssituation mit weniger Zuzügen gemeindeeigene Wohnungen bereit.
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