Saarland: Im Bereich Nordsaarland: Gefahr durch Schnee- und Eisglätte. (09:50)

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Feuer wütet in Lambsborn: Etwa 300 000 Euro Schaden bei Hofbrand

Symbolfoto

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Ehemalige Stallungen und Vorratsspeicher, die als Werkstatt und Lagerraum für Ersatz- und Geräteteile auf dem landwirtschaftlichen Anwesen von Karl Gortner in der Talstraße genutzt wurden, sind am Samstag in Lambsborn bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Gestern nahmen Sachverständige vor Ort erste Ermittlungen auf. Demnach muss von einem Gesamtschaden in Höhe von 300 000 Euro ausgegangen werden. Die Werte der eingelagerten Ersatzteile von alten landwirtschaftlichen Maschinen dabei nicht eingerechnet.

„Wenn ein Berufskollege eine alte Schraube oder Teile eines Mähdreschers brauchte, viele sind zu mir gekommen und fragten: ‚Karl haschd Du net. . . ?'“ Von alldem ist jetzt nichts mehr da. Verkohlte dicke Holzbalken, verbogene Eisenträger, ausgebrannte Maschinen, Kompressoren und das, was in einer Werkstatt allgemein üblich ist, können dort ausgemacht werden, wo am Samstag in den späten Nachmittagsstunden ein Großfeuer wütete, das nach stundenlanger Löscharbeit von 80 Feuerwehrleuten unter Kontrolle gebracht werden konnte. Karl Gortner: „Kompliment für die Feuerwehrleute aus dem Dorf. Sie waren schnell zur Stelle und ihrem umsichtigen Einsatz im Hof ist es zu verdanken, dass die Feuersbrunst nicht auf das fest angebaute Wohngebäude und die Nachbarhäuser übergreifen konnte. Am Trakt bei der Hofeinfahrt ist bei dem Ausmaß sowieso nichts mehr zu retten gewesen“. Enorm war die Hitzeentwicklung, sie ließ das Blattwerk der Hofbäume welken, doch bis zum kommenden Hoffest im nächsten Jahr sollen die Spuren dieses Feuers nicht mehr sichtbar sein.

Ob eine heißgelaufene Maschine oder durch Funkenflug das Feuer ausbrach, Kartoffelanbauer Karl Gortner überlässt dies den Experten. Auf jeden Fall darf im Augenblick nichts beseitigt werden. Allein eine Giebelwand war noch am Sonntag wegen Gefahr für die Allgemeinheit eingerissen worden. Im Einsatz waren die Feuerwehrleute der Löscheinheiten Lambsborn , Martinshöhe, Bruchmühlbach-Miesau, Landstuhl, Ramstein, Kindsbach und Homburg. Die Bosch-Werksfeuerwehr aus Homburg leistete ebenso wie die Feuerwehr vom US-Depot Miesau Nachbarschaftshilfe.

Gortner befindet sich mit den Frühkartoffeln schon in der Ernte und bittet die Kundschaft, ihm weiterhin die Treue zu halten. „Unsere Kartoffelprodukte haben nichts mitbekommen, und der Verkauf am Hof geht weiter. Der Zugang ist über die Ringstraße möglich.“
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