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Feuerwehr- Führer bei Wahl durchgefallen

Seit sechs Jahren ist Bernd Habermann Wehrführer der Feuerwehr Homburg. Er bleibt dies auch, obwohl er am Wochenende bei der Wiederwahl scheiterte. Die Beteiligten suchen nun nach einer Lösung. Spätestens im Frühjahr soll es einen zweiten Wahlanlauf geben.

Bernd Habermann scheiterte, bleibt aber im Amt, weil ein Gegenkandidat fehlt


Von SZ-Redakteur Peter Neuheisel

Homburg. In der Homburger Feuerwehr gibt es mal wieder Ärger. Am Wochenende endete eine Versammlung, in der der amtierende Wehrführer Bernd Habermann (Foto: SZ/Heintz) in seinem Amt bestätigt werden sollte, mit einem Eklat. 72 der anwesenden Wehrleute stimmten gegen Habermann, 58 für ihn, vier enthielten sich der Stimme, ein Wahlzettel war ungültig. Es gab keinen Gegenkandidaten. Das bedeutet, dass Bernd Habermann im Amt bleiben wird – zumindest bis zum nächsten Wahlgang.
In einem anonymen Brief an unsere Zeitung wird Oberbürgermeister Karlheinz Schöner massiv angegriffen. Im Vorfeld der Wahl sei von Seiten der Stadtverwaltung durch „inakzeptable Maßnahmen“ dafür gesorgt worden, dass eventuelle Gegenkandidaten in die Schranken verwiesen worden seien. Nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses durch den OB, der die Versammlungsleitung hatte, habe dieser die Sitzung beendet und beim Hinausgehen die Tür zugeknallt – „ein Abgang, den niemand der Wehrleute verdient hat, die 365 Tage im Jahr ehrenamtlich zur Stelle sind, wenn sie gebraucht werden“. In dem Schreiben heißt es weiter, dass sich in dem Wahlausgang die Unzufriedenheit der Wehrleute über die geleistete Arbeit der Wehrführung widerspiegele. Der Wunschkandidat des Oberbürgermeisters sei gescheitert.
Der beschuldigte OB Karlheinz Schöner sieht in dem Wahlergebnis in der Tat eine Abstrafung der führenden Personen – zumal es keinen Gegenkandidaten gegeben habe. Schöner bedauert die Situation, die allerdings nicht schlimm sei, weil Habermann bis zum nächsten Wahltermin im Amt bleibe. Außerdem sei die Homburger Wehr sehr gut aufgestellt. Auswirkungen auf deren Arbeit seien nicht zu befürchten. Habermann werde nicht generell von den fünf Homburger Löschbezirken abgelehnt. „Das Problem liegt nach wie vor beim Löschbezirk Homburg-Mitte.“ Früher sei der Wehrführer stets aus diesem Kreis gewählt worden, Habermann hingegen komme von außerhalb (er gehört heute dem Bezirk Wörschweiler an). „Und das passt einigen nicht – wie die Tatsache, dass die Stadt in Sachen Feuerwehr in den letzten Jahren die Zügel fester in Händen hält.“ Und weiter: „Wenn einige ein Problem haben, sollen sie einen geeigneten Kandidaten aufstellen, dann werden die Karten neu gemischt.“ Nachdem die Wahl gescheitert sei, habe er die Sitzung für beendet erklärt. „Es gab keinen Grund, sie fortzuführen“, so Schöner. Fehlenden Respekt will er sich nicht vorwerfen lassen: „Ich weiß, was ich an der Feuerwehr habe, ich habe in der Sitzung den Einsatz der Wehrleute ausdrücklich gelobt.“

Laut Bernd Habermann muss ein Wehrführer nicht nur gewisse fachliche Voraussetzungen erfüllen. „Er sollte auch das Vertrauen des zuständigen Oberbürgermeisters haben, denn der setzt den gewählten Wehrführer letztlich ein.“ Der OB ist oberster Chef der Feuerwehr. Es sei kein Name eines möglichen Gegenkandidaten genannt worden – „außer vielleicht an den Stammtischen“. Auch bei der jüngsten Dienstbesprechung habe es keine Anzeichen für einen Wechsel an der Feuerwehrspitze gegeben, widersprach Habermann den Anschuldigungen. Er sieht seine Nicht-Wahl als „Betriebsunfall“. Seit dem Wochenende habe er aus dem Kreis der gesamten Feuerwehr Homburg viel Zuspruch erhalten. Jetzt müssten Sondierungsgespräche zeigen, ob und wer noch in den Ring steigt. „Ich hätte keine Probleme damit, wenn ich abgewählt würde, nur sollte man mit offenen Karten spielen.“ Er werde bei einem zweiten Wahlgang erneut antreten, so Bernd Habermann. Wann der sein wird, steht noch nicht fest.

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