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Feuerwehr warnt vor Kontrolleuren im Raum St. Wendel

Dirk Schäfer, Presse-sprecher der Feuerwehr

Dirk Schäfer, Presse-sprecher der Feuerwehr

Unternehmensvertreter im Namen der Hilfsorganisationen unterwegs? „Weder Feuerwehr noch Gemeinden schicken Firmen von Haus zu Haus, um Feuerlöscher kontrollieren zu lassen.“ Eindringlich warnt Dirk Schäfer vor freien Handelsvertretern, die vorgeben, im offiziellen Auftrag nach dem Rechten sehen zu wollen. Der Pressesprecher der Feuerwehr auf Landkreisebene: „Diese Masche kennen wir schon seit Jahren.“ Zwar liegen der Polizei laut einem Sprecher im St. Wendeler Land zurzeit keine gehäuften Anzeigen dazu vor. Allerdings warnen örtliche Wehren. So tauchten immer wieder Verkäufer auf, die mit dem Anschein des Offiziellen ihren Verkaufsabsichten Nachdruck verleihen wollten. Auch jetzt.

Doch das sei rechtlich überhaupt nicht erlaubt. Schäfer: „Wir können gar kein Unternehmen beauftragen, in unserem Namen umherzuziehen.“ Das verstoße gegen Wettbewerbsregeln.

Was nicht bedeute, dass Feuerwehren keine Beratungsgespräche anbieten. In den einzelnen Gemeinden werde dies unterschiedlich gehandhabt. „In einigen Orten gehen wir zu den Bewohnern und klären über Brandschutz auf“, berichtet der Feuerwehrsprecher. Andernorts kommen seine Kollegen auf Anfrage oder werden Informationsveranstaltungen angeboten.

Dabei beschränke sich die Aufklärungsarbeit nicht nur auf intakte Feuerlöscher . Insbesondere Rauchmelder seien ein wichtiges Thema. Und dass diese simplen Einbauten größere Schäden und sogar Leben retten können, beweise der jüngste Vorfall: Da wurde eine ältere Frau durch eben solch ein Gerät geweckt, als ein Brand in ihrem Namborner Haus ausgebrochen war (wir berichteten). Schäfer: „Auf jeden Fall hat der Rauchmelder größere Schäden verhindert.“

Deren Einbau – mit einigen wenigen Handgriffen ohne ausgeklügelte Handwerkerkenntnisse drin – ist mittlerweile auch gesetzlich verpflichtend. Seien es anfangs nur neue Häuser gewesen, die ausgestattet werden mussten, sollen die Geräte laut Schäfer jetzt auch in Altbauten installiert werden. Bei Mietwohnungen sei der Eigentümer dafür verantwortlich. Und noch mehr, wie Schäfer ergänzt: „Auch um die Wartung, beispielsweise den Austausch der Batterien, muss er sich kümmern.“ Was die Kosten dafür betrifft: Die könne der Vermieter auf die Miete umlegen.
 

Versicherungsschutz gefährdet

Wie aber sieht es mit der Kontrolle aus, ob sich Hausbesitzer ans Gesetz halten? Schäfer wirkt etwas ratlos: „Kontrollen sind nicht vorgesehen.“ Hier appelliere der Gesetzgeber eher an die Freiwilligkeit und Vernunft der Bürger.

Spätestens aber bei einem Unglück könnte dem Wohnungsbesitzer ohne Rauchmelder dies auf die Füße fallen: „Wenn die Versicherung im Anschluss eines Brandes nach dem Rauchmelder fragt und keiner vorhanden ist, könnte das böse Erwachen kommen.“ Dann sei womöglich die Schadensregulierung in Gefahr.

Eine Galgenfrist bleibt privaten Hauseigentümern allerdings noch. Sie haben nach Auskunft von Dirk Schäfer bis Jahresende Zeit, Rauchmelder in ihren Immobilien nachzurüsten.
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