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Film-Wettbewerb Créajeune startet in Saarbrücken

So kann es gehen – der Schulbus ist weg, beim Warten schaut man aufs Handy, und genau dieses will ein anderer Schüler stehlen. Was tun? Der Kurzfilm „13:45 – Umgang mit Gewalt – Wie würdet ihr reagieren?“ spielt verschiedene Möglichkeiten durch: Flucht? Um Hilfe rufen? Oder sich mit den Handkanten wehren wie Bruce Lee? Die Botschaft des Films – um Hilfe rufen ist das Beste – lässt der Film aus dem St. Wendeler Adolf-Bender-Zentrum durch eine ironische Film-im- Film-Brechung etwas weniger didaktisch wirken. Es ist einer der Filme des Videowettbewerbs Créajeune, der nun ins sechste Jahr geht. Filme von Kindern und Jugendlichen aus der Großregion sind zu sehen. Die Themen sind bunt gemischt, um Mobbing an der Schule geht es, um Frauenfußball und die deutsch-französische Freundschaft, um Manipulation durch Werbung, um den Wasserkreislauf und auch eine personifizierte Blähung.

Nach fünf Jahrgängen in Lothringen läuft der Wettbewerb zum ersten Mal in Saarbrücken, zwischen Mittwoch und Freitag im Kino Achteinhalb und im Filmhaus. 22 Filme von Kindern sind zu sehen, 34 Filme von Jugendlichen, 16 von jungen Erwachsenen – letztere laufen nicht dieser Tage in Saarbrücken, sondern am 29. Januar in der Cinémathèque in Luxemburg. Die Preise für die Filme, die von Jugendjurys nominiert wurden, sind mit insgesamt 5500 Euro dotiert.

Wobei einige Preise durchaus Anreiz sind, sich bestimmten Fragen verstärkt zu widmen, winken doch einzelne Auszeichnungen zu Themen wie „Geld und Moral“, „Integration“ und „Leben in meiner Stadt“. Stilistisch gibt es Abwechslung. „Nachtzug“ von Jörn Michaely etwa erzählt nahezu dokumentarisch von einer Party-Nacht, „Stolpersteine für die Gemeinde Nohfelden“ (Adolf-Bender-Zentrum) ist ein frischer, ungeschliffener Beitrag jugendlicher Reporter; ein Film über Willi-Graf (Willi-Graf-Realschule) schildert seine Zugreise von München nach Saarbrücken mit einer geschmuggelten Druckpresse als Collage alter Fotografien mit Musik und Text, die Willi Grafs riskante Reise beschreibt.

Gelungen sind, wieder einmal, die Animationsfilme, vor allem aus Frankreich; sie erzählen ihre Geschichten mit viel Spontaneität und erwecken den Eindruck, dass die Erwachsenen sich um die Technik gekümmert haben, aber ansonsten die Kinder haben machen lassen – gut so. tok  Die Filme von Kindern: Mi 8.30 Uhr, im Achteinhalb, 10 Uhr im Filmhaus; Do, 8.30 Uhr, 11 Uhr und 15 Uhr im Achteinhalb; Fr, 8.30 Uhr im Achteinhalb. Die Filme von Jugendlichen: Mi 11 Uhr, im Achteinhalb, Do 11 und 14 Uhr im Filmhaus, Fr 10 und 13 Uhr im Filmhaus, 11 und 14 Uhr im Achteinhalb.

Der Eintritt zu den Vorstellungen ist frei. Programm: www.creajeune.eu
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