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Finanzierung des Saar-VV bis 2015 gesichert

Die Finanzierung des Saar-Verkehrsverbundes (SaarVV) ist ab 2010 für weitere fünf Jahre gesichert. Die Nutzerzahlen steigen. 2008 fuhren 78,6 Millionen Fahrgäste mit Bus und Bahn an der Saar.

Von SZ-Redakteur Thomas Sponticcia

Saarbrücken. Die Organisatoren in den saarländischen Busunternehmen können landesweit an weiteren Verbesserungen der Linienangebote, Taktzeiten, Umsteigemöglichkeiten und Preise arbeiten. Die Finanzierung des saarländischen Verkehrsverbundes (SaarVV) ist auch für die kommenden fünf Jahre gesichert. Wer Bahn und Bus an der Saar nutzt, kann im Rahmen des Verbundes zu einem bestimmten Preis jedes Ziel mit jedem beliebigen Busunternehmen oder auch der Bahn anfahren.
Offensichtlich wird diese Möglichkeit immer häufiger genutzt. So fuhren alleine im Jahr 2008 insgesamt 78,6 Millionen Fahrgäste mit Verkehrsmitteln des Verbundes. Zum Vergleich: 2006 waren es noch 74, 6 Millionen Nutzer. Dementsprechend haben sich auch die Einnahmen der am Verbund beteiligten Unternehmen erhöht: von 62,8 Millionen Euro im Jahr 2006 auf rund 69,2 Millionen Euro Ende 2008.
Gerade wegen der ständig steigenden Nutzerzahlen von Bus und Bahn in der Region habe sich die Landesregierung dazu entschlossen, trotz der bestehenden Haushaltsnotlage ihren Anteil zur Finanzierung des Verkehrsverbundes künftig noch zu erhöhen. Dies betonte gestern Abend Wirtschaftsminister Joachim Rippel (CDU) bei der Vertragsunterzeichnung mit den am Verbund beteiligten Unternehmen.

Künftig stehen jährlich insgesamt 30 Millionen Euro für den Betrieb und die Verbesserungen im Verbund zur Verfügung. Der Landesanteil beträgt dabei insgesamt 28,7 Millionen Euro, rund 2,4 Millionen Euro jährlich mehr als in den vergangenen Jahren. Der Rest kommt von den Landkreisen. Ein erfolgreicher Ausbau des Verbundes bringe nicht nur Vorteile für die Kunden. Damit gelinge es den beteiligten Nahverkehrsunternehmen auch, Arbeitsplätze zu sichern und wirtschaftlicher zu fahren. Letzteres sei notwendig, um sich mit einem kostengünstigeren Angebot an Busfahrten künftig auch besser gegenüber neuen Vorgaben der Europäischen Union in Brüssel zu positionieren. Diese verlangt in naher Zukunft bei der Ausschreibung bestimmter Strecken zur Bedienung, dass europaweit Angebote von Busunternehmen eingeholt werden.

Mit entsprechend günstigen und attraktiven Fahr-Angeboten könnten sich Saar-Unternehmen in diesem Bieterwettbewerb künftig besser behaupten, unterstrich Rippel. An der Vertragsunterzeichnung nahmen die Vertreter der Bahn, der kommunalen Busunternehmen, der Regionalbus Saar-Westpfalz (RSW) sowie der privaten Busunternehmer teil. Für letztere betonte Gisbert Hurth als Geschäftsführer von Saar-Bus, die Zusammenarbeit zwischen privaten Busunternehmen und kommunalen Busbetreibern sei seit Einführung des Verbundes deutlich besser.



Meinung


Service muss verbessert werden


Von SZ-Redakteur Thomas Sponticcia


Der saarländische Verkehrsverbund (SaarVV) ist eine Erfolgsstory. Immer mehr Nutzer steigen auf Bahn- und Bus um. Keine mühsame Orientierung mehr, wie früher, mit welchem Busunternehmen man wohin zu welchem Preis fährt. Doch der Kundenservice muss noch deutlich besser werden. Es reicht beispielsweise nicht, die Kunden mit Zeitkarten zum günstigen Preis zu locken. Wer nur eine Fahrt machen muss, hat vielerorts längst mit Preisen für Einzelfahrscheine zu kämpfen, die völlig aus dem Ruder laufen. Hier gilt es, künftig mehr Maß zu halten. Auch die Bedienbarkeit von Fahrkarten-Automaten muss einfacher werden. Darüber hinaus müssen elektronische Anzeigetafeln mit Abfahrtszeiten an wichtigen Busbahnhöfen selbstverständlich werden.


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